In Kürze
- Bank-of-America-Chef Brian Moynihan bestätigte am 14. Oktober 2026 anlässlich der Quartalszahlen, dass die Bank seit dem zweiten Quartal 2026 rund 1000 externe Vertragskräfte zusätzlich zu den bereits rund 3000 internen Mitarbeitenden in diesem Bereich beschäftigt, um Softwarefehler zu beheben, die durch Anthropics Sicherheitsmodell Mythos und weitere KI-Systeme aufgedeckt wurden.
- Moynihan bezifferte die im dritten Quartal dafür und für die Geldwäsche-Compliance zusammen angefallenen Kosten auf «ein paar hundert Millionen plus», ohne Mythos-spezifische Zahlen zu nennen; betroffen sind laut seinen Angaben sowohl bankeigen entwickelter Code als auch Software von Drittanbietern, die der Bank gleichzeitig Dienstleistungen verkaufen.
- Anthropic hatte Mythos im April 2026 zunächst nur ausgewählten Banken, Technologieunternehmen und Behörden im Rahmen des Programms «Project Glasswing» zugänglich gemacht; laut Anthropic identifizierte das Modell dabei tausende schwerwiegende Sicherheitslücken. Die Aktie von Bank of America fiel am Tag der Ankündigung um bis zu 8 Prozent, Moynihan rechnet mittelfristig mit sinkenden, aber vorerst nicht terminierten Behebungskosten.
Was ist passiert?
Am 14. Oktober 2026 bestätigte Bank-of-America-CEO Brian Moynihan im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalszahlen, dass die Grossbank seit dem zweiten Quartal 2026 rund 1000 externe Vertragskräfte zusätzlich zu bereits rund 3000 internen Mitarbeitenden beschäftigt, um Softwarefehler zu beheben. Ausgelöst wurden diese Korrekturen durch Schwachstellen, die Anthropics im April 2026 lanciertes Sicherheitsmodell Mythos sowie weitere KI-Systeme in der Banksoftware aufgedeckt hatten.
Laut Moynihan betreffen die Korrekturen sowohl bankeigen entwickelten Code als auch Software von Drittanbietern – wobei er explizit darauf hinwies, dass dieselben Anbieter, die der Bank Dienstleistungen verkaufen, teilweise auch die fehlerhafte Software liefern. Die im dritten Quartal 2026 angefallenen Kosten für diese Behebungsarbeiten und die parallel laufende Geldwäsche-Compliance bezifferte er zusammen auf «ein paar hundert Millionen Dollar plus», ohne die beiden Posten einzeln auszuweisen.
Warum ist das wichtig?
Anthropic hatte Mythos im April 2026 nicht breit veröffentlicht, sondern im Rahmen des Programms «Project Glasswing» zunächst nur ausgewählten Banken, Technologieunternehmen und Behörden zugänglich gemacht. Laut Anthropics eigenen Angaben identifizierte das Modell dabei tausende schwerwiegende Sicherheitslücken in bestehender Software – ein Beleg dafür, wie leistungsfähig spezialisierte KI-Systeme bei der automatisierten Suche nach Schwachstellen inzwischen sind, aber auch dafür, wie gross die bislang unentdeckte Angriffsfläche selbst bei gut ausgestatteten Grossunternehmen offenbar war.
Die Marktreaktion fiel deutlich aus: Die Aktie von Bank of America verlor am Tag der Ankündigung bis zu 8 Prozent an Wert. Moynihan rechnet mittelfristig mit sinkenden Behebungskosten, nannte aber keinen Zeitpunkt, an dem die Korrekturarbeiten abgeschlossen sein sollen – ein Hinweis darauf, dass die Aufarbeitung KI-entdeckter Sicherheitslücken auch für finanzstarke Unternehmen ein länger andauernder, kostenintensiver Prozess ist und nicht mit einer einmaligen Investition erledigt werden kann.
Was bedeutet das für Schweizer Banken?
Schweizer Grossbanken, Kantonalbanken und Versicherungen prüfen zunehmend den Einsatz KI-gestützter Sicherheitsanalysen für die eigene IT-Infrastruktur. Der Fall Bank of America liefert dafür einen konkreten Realitätscheck: Selbst eine der kapitalstärksten Banken der USA musste innerhalb weniger Monate rund 1000 zusätzliche externe Fachkräfte mobilisieren und einen dreistelligen Millionenbetrag investieren, um von einem einzigen Sicherheitsmodell aufgedeckte Lücken zu schliessen.
Für kleinere und mittelgrosse Schweizer Institute, die kaum über vergleichbare Reserven verfügen, unterstreicht dies den Wert von Branchenkooperationen – etwa über das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) oder gemeinsame Initiativen der Schweizerischen Bankiervereinigung – um Kosten und Fachwissen für solche Prüfungen zu teilen. Solange Anthropics «Project Glasswing» auf ausgewählte, mehrheitlich amerikanische Partner beschränkt bleibt, müssen Schweizer Institute zudem auf eigene Audits oder alternative Anbieter setzen, um ähnlich tiefgreifende Schwachstellenanalysen durchzuführen, statt sich auf einen späteren Zugang zu Mythos selbst zu verlassen.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Schweizer Grossbanken und Versicherungen setzen zunehmend auf KI-gestützte Sicherheitsprüfungen ihrer eigenen Systeme; der Fall Bank of America zeigt, dass selbst ein Branchenriese mit entsprechenden Ressourcen Monate braucht und substanzielle zusätzliche Kapazitäten aufbauen muss, um von solchen Modellen aufgedeckte Lücken zu schliessen – ein realistischer Massstab für die Planung auch hiesiger Institute.
- Kleinere und mittelgrosse Schweizer Banken und Kantonalbanken verfügen kaum über vergleichbare Reserven, um kurzfristig tausend zusätzliche Fachkräfte zu mobilisieren; der Fall unterstreicht die Bedeutung von Branchenkooperationen, etwa über das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) oder gemeinsame Sicherheitsinitiativen der Schweizerischen Bankiervereinigung, um ähnliche Prüfungen gemeinschaftlich zu finanzieren.
- Anthropics «Project Glasswing» bleibt bislang auf ausgewählte, mehrheitlich amerikanische Partner beschränkt; solange Schweizer Institute keinen direkten Zugang zu Mythos oder vergleichbaren Sicherheitsmodellen erhalten, müssen sie auf eigene Audits oder andere Anbieter setzen, um ähnliche Schwachstellen in ihrer Software proaktiv zu identifizieren, statt erst auf externe Enthüllungen zu reagieren.
Verwendete Quellen
CNBC berichtete am 14. Oktober 2026 über die Aussagen von CEO Brian Moynihan zu den Mythos-bedingten Mehrkosten; The Decoder und The Next Web lieferten zusätzliche Angaben zum Personalaufwand und zur Marktreaktion.
Quellenstatus: 3 verlinkte Quellen · 0 von 3 Originaldaten verifiziert. Prüfregeln ansehen
- CNBC Bank of America hired 1,000 contractors to patch software flaws exposed by Anthropic's Mythos Originaldatum nicht erfasst Rolle: Primärquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 16. Oktober 2026
- The Decoder Bank of America puts 4,000 people on fixing vulnerabilities uncovered by Anthropic's Mythos and other AI models Originaldatum nicht erfasst Rolle: Unabhängige Bestätigung · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 16. Oktober 2026
- The Next Web Bank of America CEO says 1,000 contractors are fixing AI-exposed flaws Originaldatum nicht erfasst Rolle: Kontextquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 16. Oktober 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Bank of America stellt 1000 externe Fachkräfte ab, um von Anthropics Mythos aufgedeckte Sicherheitslücken zu schliessen?
Bank-of-America-Chef Brian Moynihan bestätigte am 14. Oktober 2026 anlässlich der Quartalszahlen, dass die Bank seit dem zweiten Quartal 2026 rund 1000 externe Vertragskräfte zusätzlich zu den bereits rund 3000 internen Mitarbeitenden in diesem Bereich beschäftigt, um Softwarefehler zu beheben, die durch Anthropics Sicherheitsmodell Mythos und weitere KI-Systeme aufgedeckt wurden.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Schweizer Grossbanken und Versicherungen setzen zunehmend auf KI-gestützte Sicherheitsprüfungen ihrer eigenen Systeme; der Fall Bank of America zeigt, dass selbst ein Branchenriese mit entsprechenden Ressourcen Monate braucht und substanzielle zusätzliche Kapazitäten aufbauen muss, um von solchen Modellen aufgedeckte Lücken zu schliessen – ein realistischer Massstab für die Planung auch hiesiger Institute.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
CNBC berichtete am 14. Oktober 2026 über die Aussagen von CEO Brian Moynihan zu den Mythos-bedingten Mehrkosten; The Decoder und The Next Web lieferten zusätzliche Angaben zum Personalaufwand und zur Marktreaktion.