Kurzfassung
Rob Witoff, Leiter der Plattform-Sparte bei Coinbase, beziffert den Anteil des KI-unterstützt geschriebenen Codes im Unternehmen auf 95 bis 100 Prozent – ein Sprung von rund 40 Prozent im Februar 2026.
- Rob Witoff, Leiter der Plattform-Sparte bei Coinbase, beziffert den Anteil des KI-unterstützt geschriebenen Codes im Unternehmen auf 95 bis 100 Prozent – ein Sprung von rund 40 Prozent im Februar 2026.
- Die meisten Software-Ingenieurinnen und -Ingenieure bei Coinbase steuern inzwischen gleichzeitig 5 bis 10 KI-Agenten; die Gesamtarbeitslast der eingesetzten Agenten entspricht laut Unternehmensangaben bereits heute rund 1200 Vollzeitstellen, bis 2030 soll dieser Wert auf das Äquivalent von 100'000 Stellen steigen.
- Bei sicherheitskritischen Bereichen wie Kryptografie und Kernsicherheit bleibt die menschliche Kontrolle jedoch zentral: Zwei bis drei Ingenieurinnen und Ingenieure erledigen dort heute Arbeit, für die früher Teams von zehn oder mehr Personen nötig waren.
Was ist passiert?
Rob Witoff, der die Plattform-Sparte der grossen Krypto-Börse Coinbase leitet, hat öffentlich gemacht, dass mittlerweile 95 bis 100 Prozent des im Unternehmen geschriebenen Programmcodes mit Unterstützung von KI-Sprachmodellen entstehen. Im Februar 2026 hatte das Unternehmen den Anteil noch auf rund 40 Prozent beziffert – ein Sprung innerhalb weniger Monate, der die rasante Beschleunigung sogenannten «agentischen» Programmierens illustriert.
Laut Witoff nutzen Coinbase-Mitarbeitende KI-Werkzeuge inzwischen praktisch täglich, und die meisten Software-Ingenieurinnen und -Ingenieure steuern gleichzeitig 5 bis 10 KI-Agenten für unterschiedliche Teilaufgaben. Die gesamte Arbeitslast dieser Agenten entspreche schon heute etwa 1200 Vollzeitstellen; bis 2030 soll dieser Wert nach Unternehmensangaben auf das Äquivalent von 100'000 Stellen steigen. Für besonders sicherheitskritische Bereiche wie Kryptografie und Kernsicherheit bleibt jedoch menschliche Kontrolle zentral: Dort erledigen laut Witoff heute zwei bis drei Ingenieurinnen und Ingenieure Arbeit, für die früher Teams von zehn oder mehr Personen nötig waren.
Warum ist das wichtig?
Coinbase ist damit eines der bislang deutlichsten Beispiele dafür, wie schnell sich «agentisches Programmieren» – bei dem KI-Agenten eigenständig Teilaufgaben der Softwareentwicklung übernehmen – in der Praxis etablieren kann, wenn ein Unternehmen konsequent darauf setzt. Der Sprung von 40 auf nahezu 100 Prozent innerhalb weniger Monate zeigt, dass es sich nicht mehr um experimentelle Pilotprojekte handelt, sondern um eine grundlegende Umstellung der Arbeitsweise ganzer Ingenieursorganisationen.
Gleichzeitig macht das Beispiel deutlich, dass auch bei sehr hoher Automatisierung menschliche Aufsicht nicht verschwindet, sondern sich verschiebt: weg von der Routineprogrammierung, hin zu Architekturentscheiden, Codeprüfung und der Kontrolle sicherheitskritischer Komponenten. Das deckt sich mit Beobachtungen aus anderen Unternehmen, die auf agentische Programmierwerkzeuge wie GitHub Copilot oder Anthropics Claude Cowork setzen.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Für den Schweizer Fintech- und Krypto-Sektor rund um das «Crypto Valley» in Zug und Zürich ist die Entwicklung bei Coinbase ein direktes Wettbewerbssignal. Unternehmen, die im internationalen Vergleich mithalten wollen, kommen kaum darum herum, den systematischen Einsatz von KI-Coding-Agenten in der eigenen Softwareentwicklung zu prüfen – nicht nur als Effizienzgewinn, sondern zunehmend als Voraussetzung, um überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben.
Für FINMA-regulierte Schweizer Finanzunternehmen liefert das Beispiel zugleich eine wichtige Leitplanke: Auch bei nahezu vollständiger KI-Unterstützung muss menschliche Kontrolle bei sicherheitskritischem Code – etwa bei Zahlungsabwicklung oder Kryptografie – erhalten bleiben. Wer entsprechende Richtlinien und Audit-Prozesse jetzt definiert, ist besser vorbereitet, wenn der Anteil KI-generierten Codes auch in Schweizer Unternehmen weiter steigt.
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Coinbase lässt 95 bis 100 Prozent seines Codes von KI mitschreiben?
Rob Witoff, Leiter der Plattform-Sparte bei Coinbase, beziffert den Anteil des KI-unterstützt geschriebenen Codes im Unternehmen auf 95 bis 100 Prozent – ein Sprung von rund 40 Prozent im Februar 2026.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Für den Schweizer Krypto- und Fintech-Standort rund um das «Crypto Valley» in Zug ist die Entwicklung bei Coinbase ein direktes Wettbewerbssignal: Wer im internationalen Vergleich mithalten will, muss den Einsatz von KI-Coding-Agenten in der eigenen Softwareentwicklung ähnlich ernst nehmen.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
FinanceFeeds berichtet über Aussagen von Coinbase-Plattformchef Rob Witoff, wonach mittlerweile 95 bis 100 Prozent des Programmcodes beim Unternehmen KI-unterstützt entstehen.