Kurzfassung

DeepSeek hat am 31. Juli 2026 die offizielle Version seines Modells DeepSeek-V4-Flash-0731 aus der öffentlichen Beta-Phase veröffentlicht; die Modellgewichte stehen unter der freizügigen MIT-Lizenz offen und kostenlos auf Hugging Face zum Download bereit, inklusive kommerzieller Nutzung.

  • DeepSeek hat am 31. Juli 2026 die offizielle Version seines Modells DeepSeek-V4-Flash-0731 aus der öffentlichen Beta-Phase veröffentlicht; die Modellgewichte stehen unter der freizügigen MIT-Lizenz offen und kostenlos auf Hugging Face zum Download bereit, inklusive kommerzieller Nutzung.
  • Im Agenten- und Coding-Benchmark Terminal-Bench 2.1 erreicht das neu trainierte Modell 82,7 Punkte – gegenüber 61,8 Punkten der Vorschauversion und nur 2,3 Punkte hinter Anthropics deutlich teurerem Spitzenmodell Claude Opus 4.8 mit 85,0 Punkten.
  • Bei der Preisgestaltung bleibt DeepSeek aggressiv: 0,14 US-Dollar pro Million Eingabe-Token, 0,0028 US-Dollar für zwischengespeicherte Eingaben und 0,28 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token – ein Bruchteil dessen, was westliche Anbieter für vergleichbare Leistung verlangen.

Was ist passiert?

Das chinesische KI-Labor DeepSeek hat am 31. Juli 2026 die offizielle, finale Version seines Modells DeepSeek-V4-Flash-0731 veröffentlicht und damit die öffentliche Beta-Phase beendet. Die zugrunde liegende Architektur und Parameterzahl des Mixture-of-Experts-Modells mit 284 Milliarden Gesamt- und 13 Milliarden aktiven Parametern bleiben gegenüber der im April veröffentlichten Vorschauversion unverändert; verbessert wurde das Modell durch ein erneutes Nachtraining, das gezielt auf Agenten- und Programmieraufgaben ausgerichtet war, sowie durch native Unterstützung der Responses-API und eine Anpassung an das Codex-Format.

Die Modellgewichte stehen unter der freizügigen MIT-Lizenz offen und ungated auf der Plattform Hugging Face zum Download bereit, verteilt auf 48 Safetensors-Dateifragmente, und dürfen auch kommerziell genutzt werden. Im Agenten- und Coding-Benchmark Terminal-Bench 2.1 erreicht die neue Version 82,7 Punkte, gegenüber 61,8 Punkten der ursprünglichen Vorschauversion und 72,1 Punkten des grösseren Schwestermodells V4-Pro-Preview – ein deutlicher Sprung, der das Modell nahe an Anthropics deutlich teureres Spitzenmodell Claude Opus 4.8 mit 85,0 Punkten heranführt.

Warum ist das wichtig?

Bei der Preisgestaltung bleibt DeepSeek seiner aggressiven Strategie treu: 0,14 US-Dollar pro Million Token bei Eingaben ohne Cache-Treffer, lediglich 0,0028 US-Dollar für zwischengespeicherte Eingaben und 0,28 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token – ein Bruchteil dessen, was westliche Anbieter für vergleichbare Agenten- und Coding-Leistung verlangen. Diese Kombination aus offenen Gewichten, kommerzieller MIT-Lizenz und aggressivem Preis verschärft den bereits intensiven Wettbewerb zwischen chinesischen und westlichen KI-Laboren zusätzlich.

Für Entwicklungsteams bedeutet das mehr Auswahl bei der Frage, ob ein Modell über eine kommerzielle API bezogen oder selbst gehostet und angepasst wird – Letzteres ist dank der offenen Lizenz bei DeepSeek V4-Flash-0731 ohne rechtliche Hürden möglich. Gleichzeitig zeigen unabhängige Benchmark-Vergleiche, dass das Modell in anspruchsvolleren Teilbereichen wie komplexer Repository-weiter Codegenerierung (NL2Repo) oder schwierigen Agentenaufgaben weiterhin spürbar hinter Claude Opus 4.8 zurückbleibt – der Preisvorteil geht also nicht ganz ohne Leistungsabstriche einher.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Die offenen, unter MIT-Lizenz stehenden Modellgewichte erlauben es Schweizer Entwicklungsteams und KMU, DeepSeek V4-Flash-0731 auf eigener oder europäischer Infrastruktur zu betreiben und für eigene Zwecke anzupassen, statt zwingend auf eine US-amerikanische Cloud-API angewiesen zu sein. Das ist besonders für Unternehmen relevant, die aus Gründen der Datenresidenz oder wegen der Anforderungen des revidierten Datenschutzgesetzes (revDSG) Wert darauflegen, wo und wie ihre Daten verarbeitet werden.

Der aggressive Preis dürfte zudem den Druck auf westliche Anbieter erhöhen, ihre eigenen Tarife weiter zu senken, wovon Schweizer Unternehmen bei den laufenden Betriebskosten ihrer KI-Anwendungen profitieren könnten – ein Trend, der sich bereits bei jüngsten Preissenkungen von OpenAI und Google zeigt. Gleichzeitig müssen Schweizer Firmen, die den Einsatz eines Modells aus chinesischer Entwicklung erwägen, eigene Abklärungen zu Hosting-Standort, Lieferkette und Vertrauenswürdigkeit treffen, insbesondere wenn sensible oder regulierte Geschäftsdaten verarbeitet werden sollen – ein Punkt, der auch in der Schweizer Debatte um digitale Souveränität bei KI-Infrastruktur zunehmend Gewicht erhält.

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu DeepSeek veröffentlicht V4-Flash-0731 als offenes Modell unter MIT-Lizenz – nahe an Claude Opus 4.8, deutlich günstiger?

DeepSeek hat am 31. Juli 2026 die offizielle Version seines Modells DeepSeek-V4-Flash-0731 aus der öffentlichen Beta-Phase veröffentlicht; die Modellgewichte stehen unter der freizügigen MIT-Lizenz offen und kostenlos auf Hugging Face zum Download bereit, inklusive kommerzieller Nutzung.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Die offenen, unter MIT-Lizenz stehenden Modellgewichte erlauben es Schweizer Entwicklungsteams und KMU, das Modell auf eigener oder europäischer Infrastruktur selbst zu betreiben und anzupassen, statt zwingend auf eine US-amerikanische Cloud-API angewiesen zu sein – relevant für Firmen, die Wert auf Datenresidenz und Nachvollziehbarkeit nach revidiertem Datenschutzgesetz (revDSG) legen.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

DeepSeek veröffentlichte Modellgewichte und Modellkarte am 31. Juli 2026 auf Hugging Face; Officechai und Tech Times lieferten zusätzliche Einordnung zu Benchmarks und Preisgestaltung.