Kurzfassung

Google DeepMind hat Ende Juli 2026 mit Gemini Robotics 2 und dem dazugehörigen «Embodied-Reasoning»-Modell Gemini Robotics ER 2 eine neue Generation seiner Robotik-KI vorgestellt; ER 2 fungiert als übergeordnetes «Gehirn», das mehrstufige Aufgaben plant und die eigentliche Bewegungssteuerung an separate Vision-Language-Action-Modelle übergibt.

  • Google DeepMind hat Ende Juli 2026 mit Gemini Robotics 2 und dem dazugehörigen «Embodied-Reasoning»-Modell Gemini Robotics ER 2 eine neue Generation seiner Robotik-KI vorgestellt; ER 2 fungiert als übergeordnetes «Gehirn», das mehrstufige Aufgaben plant und die eigentliche Bewegungssteuerung an separate Vision-Language-Action-Modelle übergibt.
  • Das Modell ist über die Gemini-API und Google AI Studio unter der Modellbezeichnung «gemini-robotics-er-2-preview» für alle Entwicklerinnen und Entwickler zugänglich, zum Preis von 2 US-Dollar pro Million Eingabe- und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token; in Demonstrationen steuerte ein einziger Modell-Checkpoint parallel unterschiedliche Roboterplattformen wie den humanoiden Apptronik Apollo 2 und den Doppelarm-Roboter Franka Duo.
  • Gemini Robotics ER 2 erkennt laut Google per Videoverständnis in Echtzeit, wenn bei einer Aufgabe etwas schiefläuft, koordiniert mehrere Roboter bei gemeinsamen Arbeitsabläufen und gilt laut Herstellerangaben als bisher sicherstes Modell der Reihe bei der Einhaltung von Sicherheitsvorgaben, etwa dem automatischen Stopp bei sich nähernden Personen.

Was ist passiert?

Google DeepMind hat Ende Juli 2026 mit Gemini Robotics 2 und dem zugehörigen «Embodied-Reasoning»-Modell Gemini Robotics ER 2 eine neue Generation seiner Robotik-KI vorgestellt. ER 2 fungiert als übergeordnetes «Gehirn»: Es plant mehrstufige Aufgaben, versteht die physische Umgebung über Videoeingaben und übergibt die eigentliche Bewegungssteuerung an separate, darauf spezialisierte Vision-Language-Action-Modelle (VLA). In Demonstrationen steuerte ein einziger ER-2-Modell-Checkpoint parallel unterschiedliche Roboterplattformen – darunter den humanoiden Apptronik Apollo 2 mit Fünf-Finger-Händen und den Doppelarm-Roboter Franka Duo –, ohne für jede Plattform separat trainiert werden zu müssen.

Das Modell ist über die Gemini-API und Google AI Studio unter der Modellbezeichnung «gemini-robotics-er-2-preview» für alle Entwicklerinnen und Entwickler zugänglich, zum Preis von 2 US-Dollar pro Million Eingabe- und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token; eine private Vorschau steht zudem über die Gemini Enterprise Agent Platform bereit. Die spezialisierten VLA- und On-Device-Modelle bleiben vorerst Partnerunternehmen im Rahmen eines Trusted-Tester-Programms vorbehalten.

Warum ist das wichtig?

Der zentrale Fortschritt gegenüber früheren Robotik-Modellen liegt in der Fähigkeit zur Mehrroboter-Koordination: Gemini Robotics ER 2 kann laut Google unterschiedliche Roboter bei gemeinsamen Arbeitsabläufen Informationen austauschen und Teilaufgaben übergeben lassen, statt jede Maschine isoliert zu steuern. Zudem erkennt das Modell per Videoverständnis in Echtzeit, wenn bei einer Aufgabe etwas schiefläuft, und gilt laut Herstellerangaben als bislang sicherstes Modell der Reihe bei der Einhaltung von Sicherheitsvorgaben, etwa dem automatischen Stopp, wenn sich Menschen zu nahe an einen Roboterarm annähern.

Die Öffnung für alle Entwicklerinnen und Entwickler über eine Standard-API senkt die Einstiegshürde für Robotik-Anwendungen erheblich, da Unternehmen nicht mehr zwingend eigene Modelle für Aufgabenplanung und räumliches Denken entwickeln müssen. Beobachterinnen und Beobachter werten den Schritt als Versuch Googles, sich im intensiven Wettbewerb um physische KI-Anwendungen als bevorzugte Plattform für die «Denkschicht» humanoider und industrieller Roboter zu positionieren, unabhängig von der jeweiligen Roboterhardware.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) sucht laut Branchenverband Swissmem seit Jahren nach Wegen, Fachkräftemangel und hohe Lohnkosten durch intelligentere Automatisierung auszugleichen. Ein frei über eine Standard-API zugängliches «Planungsgehirn» für bestehende Roboterhardware senkt die Einstiegshürde gerade für kleinere Schweizer Zulieferbetriebe, die sich keine eigene Robotik-KI-Entwicklung leisten können, aber auf vorhandenen Roboterarmen aufbauen möchten.

Weil Gemini Robotics ER 2 vorerst nur als Vorschauversion («preview») über eine US-amerikanische Cloud-API läuft, müssen Schweizer Industriebetriebe bei sensiblen Produktionsdaten Fragen der Datenresidenz und der Anbindung an bestehende, oft bewusst isolierte Fertigungsnetzwerke klären, bevor ein produktiver Einsatz infrage kommt. Die Fähigkeit, mehrere Roboter unterschiedlicher Hersteller mit einem gemeinsamen Modell zu koordinieren, dürfte mittelfristig zudem für Schweizer Logistik- und Pharmaproduktionsbetriebe interessant werden, die häufig heterogene Roboterflotten verschiedener Anbieter einsetzen und bislang für jede Plattform eigene Steuerungssoftware benötigen.

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Google öffnet Gemini Robotics ER 2 für Entwicklerinnen und Entwickler – ein «Gehirn» für mehrere Roboter gleichzeitig?

Google DeepMind hat Ende Juli 2026 mit Gemini Robotics 2 und dem dazugehörigen «Embodied-Reasoning»-Modell Gemini Robotics ER 2 eine neue Generation seiner Robotik-KI vorgestellt; ER 2 fungiert als übergeordnetes «Gehirn», das mehrstufige Aufgaben plant und die eigentliche Bewegungssteuerung an separate Vision-Language-Action-Modelle übergibt.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) sucht laut Branchenverband Swissmem seit Jahren nach Wegen, Fachkräftemangel und hohe Lohnkosten durch intelligentere Automatisierung auszugleichen; ein frei zugängliches «Planungsgehirn» für bestehende Roboterhardware senkt die Einstiegshürde für kleinere Schweizer Zulieferer, die sich keine eigene Robotik-KI-Entwicklung leisten können.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Google DeepMind stellte Gemini Robotics 2 und Gemini Robotics ER 2 Ende Juli 2026 im eigenen Blog vor; Robotics & Automation News und Neowin lieferten zusätzliche Details zu Entwicklerzugang und Praxisdemonstrationen.