In Kürze

  • Der Microsoft-Bericht «AI Diffusion Report» zeigt für das zweite Quartal 2026: 39,1 Prozent der Schweizer Erwerbsbevölkerung nutzten generative KI, ein Anstieg von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal und mehr als doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt von 18,8 Prozent.
  • Angeführt wird die globale Rangliste von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 73,3 Prozent, gefolgt von Singapur, Irland, Frankreich und Norwegen; die Schweiz bleibt jedoch deutlich über dem weltweiten Mittel.
  • Der Bericht zeigt zudem eine wachsende globale Kluft zwischen Ländern des globalen Nordens (28,8 Prozent Nutzung) und des globalen Südens (16,2 Prozent).

Was ist passiert?

Der neue «AI Diffusion Report» des Microsoft AI Economy Institute zeigt für das zweite Quartal 2026, dass 39,1 Prozent der Schweizer Erwerbsbevölkerung generative KI-Anwendungen genutzt haben – ein Anstieg von 1,3 Prozentpunkten gegenüber 37,8 Prozent im ersten Quartal 2026, wie Microsoft und die Netzwoche berichteten. Der weltweite Durchschnitt liegt mit 18,8 Prozent deutlich tiefer; angeführt wird die globale Rangliste von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 73,3 Prozent, gefolgt von Singapur, Irland, Frankreich und Norwegen.

Die Daten stammen aus anonymisierten Telemetriedaten, mit denen Microsoft die Nutzung generativer KI unter der arbeitsfähigen Bevölkerung misst. Der Bericht zeigt zugleich eine wachsende globale Kluft: Während die durchschnittliche Nutzung in Ländern des globalen Nordens bei 28,8 Prozent liegt, erreicht sie im globalen Süden lediglich 16,2 Prozent. Catrin Hinkel, Chefin von Microsoft Schweiz, betonte, dass letztlich nicht die reine Nutzungszahl zähle, sondern der konkrete Nutzen für Menschen – und verwies auf die Schweizer Stärken in Innovation, Bildung sowie der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik als gute Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen und wirksamen KI-Einsatz.

Warum ist das wichtig?

Die Zahlen bestätigen einen Trend, den auch andere Studien für die Schweiz zeigen: Die Nutzung generativer KI wächst hierzulande kontinuierlich und liegt deutlich über dem weltweiten Durchschnitt, obwohl kein einziger der grossen KI-Anbieter seinen Hauptsitz in der Schweiz hat. Das deutet darauf hin, dass Faktoren wie Bildungsniveau, digitale Infrastruktur und die Verbreitung produktivitätsorientierter Arbeitsplätze für die KI-Verbreitung mindestens so wichtig sind wie die Nähe zu den grossen Technologiekonzernen.

Die vom Bericht dokumentierte wachsende Kluft zwischen globalem Norden und Süden ist auch für die Schweiz als Sitzstaat zahlreicher internationaler Organisationen in Genf relevant, die sich mit digitaler Gerechtigkeit und globaler Technologiepolitik befassen. Für Schweizer Unternehmen wiederum zeigt der stetige Anstieg der privaten wie beruflichen KI-Nutzung, dass interne Richtlinien für den verantwortungsvollen Einsatz oft der tatsächlichen, bereits stattfindenden Nutzung durch Mitarbeitende hinterherhinken dürften.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.

  • Dass die Schweiz bei der KI-Nutzung weltweit vorne mitspielt, obwohl kein grosser KI-Anbieter hierzulande seinen Hauptsitz hat, unterstreicht die Bedeutung von Bildungsniveau, digitaler Infrastruktur und produktivitätsorientierten Arbeitsplätzen für die Verbreitung der Technologie.
  • Für Schweizer Arbeitgeber zeigt der stetige Anstieg der beruflichen KI-Nutzung, dass interne Richtlinien für einen verantwortungsvollen und DSG-konformen Einsatz oft der bereits stattfindenden, bottom-up erfolgenden Nutzung durch Mitarbeitende hinterherhinken dürften.
  • Die dokumentierte wachsende Kluft zwischen globalem Norden und Süden ist auch für die Schweiz als Sitzstaat zahlreicher in Genf ansässiger internationaler Organisationen relevant, die sich mit digitaler Gerechtigkeit und globaler Technologiepolitik befassen.

Verwendete Quellen

Microsoft veröffentlichte die Daten des AI Diffusion Report für das zweite Quartal 2026 über news.microsoft.com; ergänzende Einordnung für ein Schweizer Publikum wurde über einen Bericht der Netzwoche eingeordnet.

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Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Microsoft-Bericht: KI-Nutzung in der Schweiz steigt auf 39,1 Prozent – weit über dem Weltdurchschnitt?

Der Microsoft-Bericht «AI Diffusion Report» zeigt für das zweite Quartal 2026: 39,1 Prozent der Schweizer Erwerbsbevölkerung nutzten generative KI, ein Anstieg von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal und mehr als doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt von 18,8 Prozent.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Dass die Schweiz bei der KI-Nutzung weltweit vorne mitspielt, obwohl kein grosser KI-Anbieter hierzulande seinen Hauptsitz hat, unterstreicht die Bedeutung von Bildungsniveau, digitaler Infrastruktur und produktivitätsorientierten Arbeitsplätzen für die Verbreitung der Technologie.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Microsoft veröffentlichte die Daten des AI Diffusion Report für das zweite Quartal 2026 über news.microsoft.com; ergänzende Einordnung für ein Schweizer Publikum wurde über einen Bericht der Netzwoche eingeordnet.