In Kürze
- OpenAI überführte die «Decisions API» am 6. Oktober 2026 nach einer begrenzten Vorschau am DevDay 2026 in die öffentliche Beta; der Dienst läuft ausschliesslich auf GPT-6 Luna und ist über einen eigenen Endpunkt (POST /v1/decisions) erreichbar.
- Entwickler-Anfragen liefern gemeinsame Eingabe-Belege sowie vordefinierte Fragen; die API gibt typisierte Antworten in drei Formen zurück – Wahrscheinlichkeiten für Aussagen (Predicates), eine Auswahl aus festen Optionen mit Konfidenzwert (Choices) oder eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Einstufung auf einer Skala (Scores). Eingaben können Text und Bilder umfassen, wobei Bilder laut Berichten nur als eingebettete Base64-Daten akzeptiert werden.
- Die Preisgestaltung liegt laut Berichten bei 0,10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token ohne Zusatzkosten für Ausgabe-, Cache-Lese- oder Cache-Schreibvorgänge; für berechtigte Kundschaft unterstützt der Dienst Zero Data Retention, HIPAA-Eignung sowie Datenresidenz in den USA oder im Europäischen Wirtschaftsraum. Die allgemeine Verfügbarkeit ist laut einem Forumsbeitrag von OpenAI «in den kommenden Wochen» geplant; die beworbene zehnfache Geschwindigkeit bezieht sich auf einen Vergleich mit OpenAIs eigener Responses API, unabhängige Latenz- oder Genauigkeitsmessungen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Was ist passiert?
OpenAI hat am 6. Oktober 2026 die «Decisions API» für sämtliche Entwicklerinnen und Entwickler geöffnet, nachdem der Dienst zuvor am DevDay 2026 in einer begrenzten Vorschau gezeigt worden war. Die API läuft ausschliesslich auf dem Modell GPT-6 Luna und ist über einen eigenen Endpunkt (POST /v1/decisions) erreichbar. Anders als die reguläre Responses API liefert sie keine freien Textantworten, sondern typisierte Ergebnisse zu vorab definierten Fragen: Entwicklerinnen und Entwickler übergeben gemeinsame Eingabe-Belege – etwa Text oder Bilder – zusammen mit einer Liste von Fragen, auf die das System jeweils mit einer von drei Antwortformen reagiert: einer Wahrscheinlichkeit für eine Aussage (Predicate), einer Auswahl aus einer festen Optionsliste samt Konfidenzwert (Choice) oder einer wahrscheinlichkeitsgewichteten Einstufung auf einer geordneten Skala (Score).
Laut Berichten müssen Bild-Eingaben als eingebettete Base64-Daten übermittelt werden; gehostete Links oder hochgeladene Datei-IDs werden nicht akzeptiert. Die Preisgestaltung liegt bei 0,10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token, ohne separate Kosten für Ausgabe-, Cache-Lese- oder Cache-Schreibvorgänge. Für berechtigte Kundschaft unterstützt der Dienst laut Berichten Zero Data Retention und HIPAA-Eignung sowie eine wählbare Datenresidenz in den USA oder im Europäischen Wirtschaftsraum. Die allgemeine Verfügbarkeit über die Beta-Phase hinaus ist laut einem von OpenAI zitierten Forumsbeitrag «in den kommenden Wochen» vorgesehen.
Warum ist das wichtig?
Mit der Decisions API positioniert OpenAI ein Werkzeug speziell für Weichenstellungs- und Freigabe-Aufgaben – etwa die Auswahl eines Modells, eines Tools oder des nächsten Schritts in einem automatisierten Ablauf –, die bislang oft über vollständige, teurere und langsamere Sprachmodell-Aufrufe mit anschliessendem Parsen der Textantwort gelöst wurden. Die Beschränkung auf typisierte Ausgabeformate soll laut OpenAI nicht nur die Geschwindigkeit erhöhen, sondern auch die Integration in bestehende Software-Workflows vereinfachen, da Antworten direkt verarbeitbar sind, ohne Freitext interpretieren zu müssen.
Die beworbene zehnfache Geschwindigkeit gegenüber der Responses API ist allerdings eine herstellereigene Angabe ohne unabhängig veröffentlichte Vergleichsmessungen. Auch zur Genauigkeit der typisierten Antworten im Vergleich zu klassischen Modellaufrufen liegen bislang keine unabhängigen Auswertungen vor – ein Muster, das sich bei der Einführung neuer OpenAI-Produkte wiederholt zeigt und bei der Bewertung solcher Leistungsversprechen zur Vorsicht mahnt.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Für FINMA-regulierte Schweizer Banken und Versicherungen, die Vorprüfungen, Risiko-Scores oder Fallzuweisungen automatisieren wollen, ist die angebotene Datenresidenz in den USA oder im EWR keine Lösung für Vorgaben zur Datenhaltung in der Schweiz – weder die USA noch der EWR schliessen eine Datenverarbeitung ausserhalb der Schweiz im Sinne strengerer Auslagerungs- und Datenschutzvorgaben aus.
- Das Fehlen unabhängiger Leistungsmessungen für die beworbene zehnfache Geschwindigkeit ist ein Warnsignal für Schweizer IT-Beschaffungsstellen, die Herstellerangaben vor einer Migration kritischer Entscheidungs-Workflows durch eigene Tests verifizieren sollten, statt sich allein auf Marketingaussagen zu verlassen.
- Für Schweizer KMU, die einfache Weichenstellungen – etwa die Kategorisierung von Kundenanfragen oder die Vorfilterung von Inhalten – bislang über vollständige Sprachmodell-Aufrufe lösen, könnte die mit 0,10 US-Dollar pro Million Token und kostenfreier Ausgabe günstige Preisstruktur die Betriebskosten entsprechender Automatisierungen spürbar senken.
Verwendete Quellen
ProPakistani berichtete am 7. Oktober 2026 über die Öffnung der Decisions API; LetsDataScience und Unite.AI lieferten zusätzliche technische Angaben zu Eingabeformaten, Preisgestaltung und Compliance-Optionen.
Quellenstatus: 3 verlinkte Quellen · 0 von 3 Originaldaten verifiziert. Prüfregeln ansehen
- ProPakistani OpenAI launches Decisions API with up to 10x faster responses Originaldatum nicht erfasst Rolle: Primärquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 13. Oktober 2026
- LetsDataScience OpenAI Opens Decisions API Public Beta Originaldatum nicht erfasst Rolle: Unabhängige Bestätigung · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 13. Oktober 2026
- AI Weekly OpenAI launches Decisions API public beta on GPT-6 Luna Originaldatum nicht erfasst Rolle: Kontextquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 13. Oktober 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu OpenAI öffnet die «Decisions API» für alle Entwicklerinnen und Entwickler?
OpenAI überführte die «Decisions API» am 6. Oktober 2026 nach einer begrenzten Vorschau am DevDay 2026 in die öffentliche Beta; der Dienst läuft ausschliesslich auf GPT-6 Luna und ist über einen eigenen Endpunkt (POST /v1/decisions) erreichbar.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Für FINMA-regulierte Schweizer Banken und Versicherungen, die Vorprüfungen, Risiko-Scores oder Fallzuweisungen automatisieren wollen, ist die angebotene Datenresidenz in den USA oder im EWR keine Lösung für Vorgaben zur Datenhaltung in der Schweiz – weder die USA noch der EWR schliessen eine Datenverarbeitung ausserhalb der Schweiz im Sinne strengerer Auslagerungs- und Datenschutzvorgaben aus.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
ProPakistani berichtete am 7. Oktober 2026 über die Öffnung der Decisions API; LetsDataScience und Unite.AI lieferten zusätzliche technische Angaben zu Eingabeformaten, Preisgestaltung und Compliance-Optionen.