In Kürze
- Die von AXA in Auftrag gegebene und vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführte KMU-Arbeitsmarktstudie 2026 zeigt, dass 35 Prozent der befragten Schweizer KMU KI bereits bewusst in ihre Unternehmensprozesse integrieren und weitere 39 Prozent die Technologie erproben.
- Am häufigsten wird KI für Übersetzungen (47 Prozent), Korrespondenz (42 Prozent) und Werbetexte (35 Prozent) eingesetzt; am stärksten zugenommen hat seit 2024 die Nutzung zur Optimierung von Arbeitsschritten, von 23 auf 35 Prozent.
- Zwei Drittel der Schweizer KMU erwarten keine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt durch KI: 47 Prozent der KMU mit KI-Erfahrung rechnen mit Zeiteinsparungen ohne Stellenabbau, nur 12 Prozent gehen künftig von einem geringeren Personalbedarf aus.
Was ist passiert?
Die Versicherungsgesellschaft AXA hat am 16. September 2026 die Ergebnisse ihrer jährlichen KMU-Arbeitsmarktstudie veröffentlicht, die vom Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag von AXA erstellt wurde. Für die Erhebung wurden im März 2026 insgesamt 336 Schweizer KMU mit fünf oder mehr Beschäftigten aus der deutsch- und französischsprachigen Schweiz über das Unternehmenspanel von AmPuls befragt. Die Studie zeigt, dass drei Viertel der befragten Unternehmen künstliche Intelligenz bereits nutzen oder aktuell erproben: 35 Prozent setzen KI demnach bewusst in ihren Geschäftsprozessen ein, weitere 39 Prozent befinden sich in der Erprobungsphase.
Am häufigsten kommt KI bei Übersetzungen (47 Prozent), in der Korrespondenz (42 Prozent) und beim Verfassen von Werbetexten (35 Prozent) zum Einsatz. Am deutlichsten zugenommen hat zwischen 2024 und 2026 die Nutzung zur Optimierung von Arbeitsschritten, deren Anteil von 23 auf 35 Prozent gestiegen ist. Trotz der breiten Nutzung erwarten zwei Drittel der befragten KMU keine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt durch KI: 47 Prozent der Unternehmen mit KI-Erfahrung rechnen zwar mit Zeiteinsparungen, aber nicht mit einer veränderten Anzahl an Stellen, und nur 12 Prozent gehen davon aus, künftig auf Personal verzichten zu können.
Warum ist das wichtig?
Die Studie reiht sich in eine wachsende Zahl empirischer Untersuchungen ein, die der öffentlichen Debatte über einen KI-bedingten «Jobkiller»-Effekt differenziertere Befunde entgegensetzen. Während internationale Schlagzeilen häufig auf Stellenabbau bei grossen Technologiekonzernen fokussieren, zeigt die Realität in kleineren und mittleren Betrieben – dem Rückgrat der Schweizer Wirtschaft – ein deutlich moderateres Bild: 41 Prozent der KMU sehen in KI eine Chance für ihr Geschäft, nur 15 Prozent eine Bedrohung.
Bemerkenswert ist zudem die Verlangsamung des Wachstumstempos: Nach einem Sprung der KI-Nutzung von 55 auf 71 Prozent zwischen 2024 und 2025 hat sich die Verbreitung 2026 stabilisiert. Das deutet darauf hin, dass viele KMU inzwischen von einer ersten Erprobungsphase in eine gezieltere, auf konkrete Anwendungsfälle fokussierte Nutzung übergehen – ein typisches Muster bei der Reife neuer Technologien in kleineren Organisationen mit begrenzten Ressourcen für breite Transformationsprojekte.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Für Schweizer KMU-Verantwortliche liefert die Studie eine Gegenposition zu oft alarmistischen Debatten über KI-bedingten Stellenabbau: Die grosse Mehrheit der Betriebe mit KI-Erfahrung sieht in der Technologie primär ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung, nicht eine Bedrohung für Arbeitsplätze.
- Die Konzentration auf Übersetzungen und Korrespondenz als häufigste Anwendungsfälle passt zur sprachlich vielfältigen Schweiz, wo mehrsprachige Kommunikation für viele KMU einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet, den KI-Werkzeuge spürbar reduzieren können.
- Dass sich die Verbreitung von KI in Schweizer KMU nach dem starken Anstieg zwischen 2024 und 2025 nun stabilisiert hat, deutet darauf hin, dass viele Betriebe von der Erprobungs- in eine Konsolidierungsphase übergehen – ein Signal auch für Kantone und Wirtschaftsförderungen, die ihre KI-Förderprogramme für KMU entsprechend ausrichten könnten.
Verwendete Quellen
swissinfo.ch (Keystone-SDA) berichtete am 16. September 2026 über die AXA-KMU-Arbeitsmarktstudie 2026; ergänzende Angaben zur Methodik wurden über die Medienmitteilung von AXA sowie Berichte von Moneycab und Watson eingeordnet.
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- swissinfo.ch Schweizer KMU sehen Künstliche Intelligenz nicht als Jobkiller Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 19. September 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu AXA-Studie: Schweizer KMU sehen künstliche Intelligenz nicht als Jobkiller?
Die von AXA in Auftrag gegebene und vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführte KMU-Arbeitsmarktstudie 2026 zeigt, dass 35 Prozent der befragten Schweizer KMU KI bereits bewusst in ihre Unternehmensprozesse integrieren und weitere 39 Prozent die Technologie erproben.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Für Schweizer KMU-Verantwortliche liefert die Studie eine Gegenposition zu oft alarmistischen Debatten über KI-bedingten Stellenabbau: Die grosse Mehrheit der Betriebe mit KI-Erfahrung sieht in der Technologie primär ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung, nicht eine Bedrohung für Arbeitsplätze.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
swissinfo.ch (Keystone-SDA) berichtete am 16. September 2026 über die AXA-KMU-Arbeitsmarktstudie 2026; ergänzende Angaben zur Methodik wurden über die Medienmitteilung von AXA sowie Berichte von Moneycab und Watson eingeordnet.