In Kürze
- Black Forest Labs, ein Berliner KI-Labor gegründet von früheren Stability-AI-Forschenden um CEO Robin Rombach, hat am 23. Juli 2026 mit FLUX 3 ein neues multimodales Modell vorgestellt, das Bild-, Video- und Audioerzeugung sowie Aktionsvorhersagen für Roboter in einer einzigen, gemeinsam trainierten Architektur vereint.
- FLUX 3 Video erzeugt bis zu 20 Sekunden lange Clips inklusive Dialog, Soundeffekten und Umgebungsgeräuschen direkt aus Text-, Bild- oder Video-Eingaben und unterstützt mehrsprachige Dialoge sowie kontrollierte Übergänge zwischen Keyframes.
- FLUX 3 Video und FLUX 3 Action sind vorerst nur über ein Bewerbungsformular im begrenzten Early Access zugänglich; FLUX 3 Image soll in den kommenden Wochen folgen, eine offene FLUX-3-Dev-Version zum Selbst-Hosten ist für später in diesem Jahr angekündigt.
Was ist passiert?
Black Forest Labs, ein 2024 von früheren Stability-AI-Forschenden um CEO Robin Rombach gegründetes Berliner KI-Labor, hat am 23. Juli 2026 sein neues Modell FLUX 3 vorgestellt. Anders als frühere FLUX-Versionen, die auf Bilderzeugung spezialisiert waren, vereint FLUX 3 Bild-, Video- und Audioerzeugung sowie Aktionsvorhersagen für Roboter in einer einzigen, gemeinsam trainierten Architektur. FLUX 3 Video kann aus Text-, Bild- oder Video-Eingaben bis zu 20 Sekunden lange Clips erzeugen, bei denen der Ton – Dialog, Soundeffekte und Umgebungsgeräusche – direkt mitgeneriert wird, inklusive mehrsprachiger Dialoge und kontrollierter Übergänge zwischen vorgegebenen Keyframes.
Die Verfügbarkeit ist zunächst gestaffelt: FLUX 3 Video und das neue FLUX 3 Action, das Aktionsvorhersagen für Roboter ermöglicht, sind vorerst nur über ein Bewerbungsformular im begrenzten Early Access zugänglich. FLUX 3 Image soll in den kommenden Wochen folgen, ein API-Zugang sowie eine offene FLUX-3-Dev-Version zum Selbst-Hosten sind für später in diesem Jahr angekündigt. Als praktisches Anwendungsbeispiel für die neue Aktionskomponente nennt Black Forest Labs eine Zusammenarbeit mit dem Robotik-Startup Mimic Robotics und dem Autobauer Audi, bei der Roboter mithilfe des Modells komplexe Handgriffe in der Produktion visuell erlernen konnten.
Warum ist das wichtig?
FLUX 3 positioniert Black Forest Labs als eines der wenigen europäischen Labore, die im Wettlauf um multimodale KI-Modelle mit den grossen US-Anbietern mithalten wollen. Head-to-Head-Vergleiche, auf die sich das Unternehmen beruft, sehen FLUX 3 in einem Grossteil der Fälle vor Konkurrenzmodellen wie Runway Gen-4.5 oder Luma Ray 3.2 – ein Signal, dass europäische KI-Labore bei generativen Bild- und Videomodellen technologisch nicht zwangsläufig hinterherhinken müssen.
Bemerkenswert ist zudem die Erweiterung auf Aktionsvorhersagen für Roboter: Damit positioniert sich FLUX 3 nicht nur als Werkzeug für Kreativschaffende, sondern auch als Grundlage für die physische Automatisierung – ein Bereich, in dem bislang vor allem auf Robotik spezialisierte Anbieter wie Boston Dynamics oder Nvidia aktiv waren. Die geplante offene FLUX-3-Dev-Version dürfte diesen Trend zusätzlich verstärken, da sie Entwicklerinnen und Entwicklern erlaubt, das Modell für eigene Anwendungen anzupassen und lokal zu betreiben.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Für Schweizer Werbe- und Marketingagenturen, die zunehmend mit KI-generierten Kampagnenbildern arbeiten – wie jüngste, teils umstrittene Beispiele von Migros, SBB oder Emmi zeigen –, bietet FLUX 3 eine europäische, in Berlin entwickelte Alternative zu den dominierenden US-Modellen.
- Die für später angekündigte offene FLUX-3-Dev-Version zum Selbst-Hosten dürfte für Schweizer Forschungsgruppen und Firmen interessant sein, die aus Datenschutz- oder Souveränitätsgründen keine Inhalte über US-Cloud-Dienste generieren wollen.
- Die Erweiterung auf Aktionsvorhersagen für Roboter – bereits erprobt in einer Zusammenarbeit mit dem Robotik-Startup Mimic Robotics und Audi – zeigt auch Schweizer Industrie- und Präzisionsfertigungsbetrieben, wie visuelle KI-Modelle künftig in der Automatisierung von Fertigungsprozessen eingesetzt werden könnten.
Verwendete Quellen
VentureBeat berichtet am 23. Juli 2026 über die Lancierung von FLUX 3; comfyui-wiki, BigGo Finance und der offizielle X-Account von Black Forest Labs bestätigen Funktionsumfang, Verfügbarkeit und die Kooperation mit dem Robotik-Startup Mimic Robotics und Audi.
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- VentureBeat VentureBeat Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 9. September 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Berliner KI-Labor Black Forest Labs lanciert FLUX 3: ein Modell für Bild, Video, Audio und Roboter-Aktionen?
Black Forest Labs, ein Berliner KI-Labor gegründet von früheren Stability-AI-Forschenden um CEO Robin Rombach, hat am 23. Juli 2026 mit FLUX 3 ein neues multimodales Modell vorgestellt, das Bild-, Video- und Audioerzeugung sowie Aktionsvorhersagen für Roboter in einer einzigen, gemeinsam trainierten Architektur vereint.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Für Schweizer Werbe- und Marketingagenturen, die zunehmend mit KI-generierten Kampagnenbildern arbeiten – wie jüngste, teils umstrittene Beispiele von Migros, SBB oder Emmi zeigen –, bietet FLUX 3 eine europäische, in Berlin entwickelte Alternative zu den dominierenden US-Modellen.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
VentureBeat berichtet am 23. Juli 2026 über die Lancierung von FLUX 3; comfyui-wiki, BigGo Finance und der offizielle X-Account von Black Forest Labs bestätigen Funktionsumfang, Verfügbarkeit und die Kooperation mit dem Robotik-Startup Mimic Robotics und Audi.