Kurzfassung

Forschende der ETH Zürich haben 100 Petabyte Klimadaten von NASA-Servern kopiert und an das Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano transferiert.

  • Forschende der ETH Zürich haben 100 Petabyte Klimadaten von NASA-Servern kopiert und an das Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano transferiert.
  • Mit den Daten sollen auf dem Supercomputer «Alps» neue KI-Modelle für Wetter-, Klima- und Naturgefahrenprognosen trainiert werden – etwa um Gletscherabbrüche, Erdrutsche und Vegetationsveränderungen früher zu erkennen.
  • In den kommenden Monaten sollen weitere 40 Petabyte Daten der US-Wetterbehörde NOAA dazukommen, was den Datensatz für die Schweizer KI-Wetterforschung nochmals deutlich erweitert.

Was ist passiert?

Forschende der ETH Zürich haben 100 Petabyte an Klimadaten von Servern der US-Weltraumbehörde NASA kopiert und in die Schweiz transferiert. Empfänger ist das Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano, das die Daten auf seinem Supercomputer «Alps» – derselben Infrastruktur, auf der auch das offene Schweizer Sprachmodell Apertus trainiert wurde – für die weitere Nutzung bereithält.

Ziel des Projekts ist es, mit den Daten neue KI-Modelle für Wetter-, Klima- und Naturgefahrenprognosen zu trainieren. Konkret sollen die Modelle etwa Gletscherabbrüche und Erdrutsche früher vorhersagen sowie Veränderungen der Vegetation präziser beobachten können. In den kommenden Monaten sollen zusätzlich 40 Petabyte an Daten der US-Wetterbehörde NOAA hinzukommen.

Warum ist das wichtig?

Klima- und Wettermodelle sind besonders datenhungrig, und die Qualität von KI-gestützten Prognosen hängt massgeblich von der Menge und Qualität der Trainingsdaten ab. Mit dem Transfer sichert sich die ETH Zürich einen der weltweit umfangreichsten verfügbaren Klimadatensätze für die eigene Forschung – eine Grössenordnung, die einzelne Forschungsgruppen kaum je selbst hätten erheben können.

Der Schritt zeigt zudem, wie zentral nationale Höchstleistungsrechenzentren wie das CSCS für die Schweizer KI-Forschung geworden sind: Erst die Rechen- und Speicherkapazität von «Alps» macht es möglich, Datensätze dieser Grössenordnung überhaupt sinnvoll zu verarbeiten und für das Training komplexer KI-Modelle zu nutzen.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Für die Schweiz als Alpenland mit ausgeprägter Exposition gegenüber Naturgefahren ist das Projekt von unmittelbarer praktischer Bedeutung: Präzisere KI-Modelle für Gletscherabbrüche, Erdrutsche und Vegetationsveränderungen könnten künftig helfen, Bevölkerungsschutz, Alpininfrastruktur und Frühwarnsysteme gezielter zu verbessern.

Der Fall unterstreicht zudem, wie wichtig eigene, national kontrollierte Recheninfrastruktur für die Forschungssouveränität der Schweiz ist: Indem die ETH Zürich eine eigene Kopie umfangreicher US-Klimadaten in Lugano vorhält, verringert sich die Abhängigkeit von einem dauerhaft ungehinderten Zugriff auf US-Bundesserver – ein Aspekt, der angesichts wiederkehrender politischer Diskussionen über die Finanzierung von US-Behörden wie NASA und NOAA auch für die Kontinuität der Schweizer Klimaforschung an Bedeutung gewinnt.

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu ETH Zürich holt 100 Petabyte NASA-Klimadaten für neue KI-Wettermodelle in die Schweiz?

Forschende der ETH Zürich haben 100 Petabyte Klimadaten von NASA-Servern kopiert und an das Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano transferiert.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Die Schweiz ist als Alpenland besonders anfällig für die Naturgefahren, die mit den neuen KI-Modellen früher erkannt werden sollen – von Gletscherabbrüchen bis zu Erdrutschen –, was dem Projekt eine direkte praktische Relevanz für Bevölkerungsschutz und Alpininfrastruktur verleiht.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Netzwoche berichtet über den Transfer von 100 Petabyte NASA-Klimadaten durch die ETH Zürich an das Schweizerische Hochleistungsrechenzentrum CSCS in Lugano zum Training neuer KI-Wettermodelle.