In Kürze
- Google hat am 23. Juli 2026 die erste Ausgabe seiner «AI & Economy ATLAS»-Studie veröffentlicht, die auf 15 Millionen anonymisierten Interaktionen aus der Gemini-App, dem KI-Modus der Google-Suche und der Gemini-API basiert und über 150 Länder, 140 Sprachen, 800 Berufe und 4000 Aufgaben abdeckt.
- Zentrales Ergebnis: KI-Nutzung erreicht zwar 68 Prozent aller untersuchten Berufe und deckt damit rund 90 Prozent der US-Beschäftigung ab, doch innerhalb eines typischen Jobs unterstützt KI im Schnitt nur etwa 21 Prozent der Aufgaben – meist in Form von Zusammenarbeit, Brainstorming, Informationsbeschaffung und Lernen statt vollständiger Automatisierung.
- Google entwickelte die Studie nach eigenen Angaben mit datenschutzfreundlichen Methoden – inklusive Entfernung persönlich identifizierbarer Informationen und zusätzlicher Aggregation – und will ATLAS künftig auf weitere KI-Produkte und Unternehmensdienste ausweiten.
Was ist passiert?
Google hat am 23. Juli 2026 die erste Ausgabe seiner «AI & Economy ATLAS»-Studie veröffentlicht – kurz für Activity, Task, Landscape, and Adoption Study. Grundlage sind 15 Millionen anonymisierte und aggregierte Interaktionen aus der Gemini-App, dem KI-Modus der Google-Suche sowie der Gemini-API, erhoben über mehr als 150 Länder, 140 Sprachen, 800 Berufe und 4000 einzelne Arbeitsaufgaben hinweg. Es handelt sich laut Google um eine der bislang umfangreichsten empirischen Untersuchungen dazu, wie Menschen KI tatsächlich im Berufsalltag und im Privatleben nutzen.
Das zentrale Ergebnis: KI-Nutzung ist zwar in der Breite angekommen – sie erreicht 68 Prozent aller untersuchten Berufe und deckt damit rund 90 Prozent der US-Beschäftigung ab –, doch innerhalb eines typischen Jobs unterstützt KI im Durchschnitt nur etwa 21 Prozent der Aufgaben. Die überwiegende Mehrheit der beobachteten Interaktionen betrifft dabei Zusammenarbeit statt vollständiger Automatisierung: Brainstorming, Informationsbeschaffung, Lernen und strategisches Denken, nicht die eigenständige Erledigung ganzer Arbeitsschritte durch die KI.
Warum ist das wichtig?
Die Studie liefert damit einen der bislang detailliertesten empirischen Gegenbeweise zur oft zugespitzten öffentlichen Debatte, wonach KI ganze Berufsbilder kurzfristig überflüssig macht. Stattdessen zeichnet ATLAS ein Bild von KI als Werkzeug, das einzelne Teilaufgaben innerhalb bestehender Jobs unterstützt, ohne diese in der Breite zu ersetzen – eine Einschätzung, die sich mit ähnlichen, kleineren Untersuchungen anderer Institutionen deckt.
Kritisch anzumerken ist allerdings, dass die Datenbasis von Google selbst stammt und primär auf Nutzerinnen und Nutzer der eigenen Produkte begrenzt ist, was ein gewisses Verzerrungsrisiko birgt; zudem betont Google selbst, dass die Momentaufnahme sich schnell verändern kann, sollte die Automatisierung einzelner Aufgaben in den kommenden Jahren zunehmen. Dennoch dürfte die schiere Grösse des Datensatzes – 15 Millionen Interaktionen über 800 Berufe hinweg – die Studie zu einer wichtigen Referenz für Arbeitsmarktforschung und Politikgestaltung machen.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Die Kernaussage der Studie – KI ergänzt Arbeit meist, statt sie zu ersetzen – deckt sich mit bisherigen Schweizer Untersuchungen etwa von KOF/ETH Zürich zu KI und Arbeitsmarkt, die ebenfalls kaum breiten Stellenabbau, aber Verschiebungen bei Aufgabenprofilen finden; ATLAS liefert dazu erstmals detaillierte globale Vergleichszahlen auf Aufgabenebene.
- Für die Schweizer Berufsbildung und Weiterbildungsangebote – etwa den neuen eidgenössischen Abschluss «KI-Fachperson» – unterstreicht die Studie, dass sich Qualifizierung auf die Zusammenarbeit mit KI in Kernaufgaben konzentrieren sollte statt auf die Angst vor vollständiger Automatisierung ganzer Berufsbilder.
- Weil die Daten stark auf grössere, englischsprachige Märkte ausgerichtet sind, bleibt offen, wie gut sich die Befunde auf die viersprachige, stark von KMU geprägte Schweiz übertragen lassen – ein Umstand, der eigene Schweizer Erhebungen wie jene von Innosuisse oder KOF weiterhin wichtig macht.
Verwendete Quellen
Google veröffentlichte die ATLAS-Studie und den zugehörigen Blogbeitrag am 23. Juli 2026; Axios, GCN und ppc.land lieferten zusätzliche Einordnung der Ergebnisse.
Quellenstatus: 1 verlinkte Quelle · 0 von 1 Originaldaten verifiziert. Prüfregeln ansehen
- Google Google Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: technisch erreichbar · Abruf am 9. September 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Google-Studie ATLAS: KI unterstützt 21 Prozent der Aufgaben in einem typischen Beruf – ersetzt aber selten ganze Jobs?
Google hat am 23. Juli 2026 die erste Ausgabe seiner «AI & Economy ATLAS»-Studie veröffentlicht, die auf 15 Millionen anonymisierten Interaktionen aus der Gemini-App, dem KI-Modus der Google-Suche und der Gemini-API basiert und über 150 Länder, 140 Sprachen, 800 Berufe und 4000 Aufgaben abdeckt.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Die Kernaussage der Studie – KI ergänzt Arbeit meist, statt sie zu ersetzen – deckt sich mit bisherigen Schweizer Untersuchungen etwa von KOF/ETH Zürich zu KI und Arbeitsmarkt, die ebenfalls kaum breiten Stellenabbau, aber Verschiebungen bei Aufgabenprofilen finden; ATLAS liefert dazu erstmals detaillierte globale Vergleichszahlen auf Aufgabenebene.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
Google veröffentlichte die ATLAS-Studie und den zugehörigen Blogbeitrag am 23. Juli 2026; Axios, GCN und ppc.land lieferten zusätzliche Einordnung der Ergebnisse.