Kurzfassung
Google aktualisiert seine Nutzungsbedingungen für Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz und im Europäischen Wirtschaftsraum per 30. Juli 2026; betroffen sind zentrale Dienste wie Suche, Gmail, Maps, Drive, Docs, Fotos, die Gemini-Apps, NotebookLM sowie das Google-Unternehmensprofil.
- Google aktualisiert seine Nutzungsbedingungen für Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz und im Europäischen Wirtschaftsraum per 30. Juli 2026; betroffen sind zentrale Dienste wie Suche, Gmail, Maps, Drive, Docs, Fotos, die Gemini-Apps, NotebookLM sowie das Google-Unternehmensprofil.
- Neu enthalten die Bedingungen eine explizite Klausel, die Jailbreaking sowie böswillige Prompts oder Prompt Injection ausserhalb von Googles eigenen Sicherheitsprogrammen ausdrücklich untersagt; daneben passt Google mehrere Abschnitte an aktuelle europäische Konsumentenschutzvorgaben an, etwa zu Update-Pflichten für digitale Inhalte und einem künftigen Online-Widerrufsknopf.
- Wer die betroffenen Google-Dienste nach dem 30. Juli 2026 weiter nutzt, akzeptiert damit automatisch die neuen Bedingungen; eine gesonderte Zustimmung ist nicht vorgesehen.
Was ist passiert?
Google passt seine weltweiten Nutzungsbedingungen an; für Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz und im Europäischen Wirtschaftsraum treten die überarbeiteten Bedingungen am 30. Juli 2026 in Kraft. Betroffen ist eine lange Liste zentraler Google-Dienste: darunter die Google-Suche, Gmail, Google Maps, Drive, Docs, Sheets, Präsentationen, Fotos, das Google-Unternehmensprofil, Google News, Google Shopping, die Search Console sowie die Gemini-Apps und NotebookLM. Im Zentrum der Überarbeitung stehen laut Google klarere Regeln für digitale Dienste, künstliche Intelligenz, Hintergrund-Internetzugriff und die Nutzung von Google-Inhalten.
Inhaltlich neu ist vor allem eine Klausel, die «Jailbreaking, böswillige Prompts oder Prompt Injection» ausserhalb von Googles eigenen Sicherheitsprogrammen ausdrücklich verbietet – eine direkte Reaktion auf die wachsende Zahl von Versuchen, KI-Systeme wie Gemini durch manipulative Eingaben zu unerwünschtem Verhalten zu bewegen. Daneben passt Google mehrere Abschnitte an aktuelle europäische Konsumentenschutzvorgaben an, etwa zu Aktualisierungspflichten für digitale Inhalte und Dienste sowie zu einem künftigen Online-Widerrufsknopf, der Konsumentinnen und Konsumenten die Ausübung ihres gesetzlichen Widerrufsrechts erleichtern soll. Wer die betroffenen Dienste nach dem Stichtag weiter nutzt, akzeptiert automatisch die neuen Bedingungen.
Warum ist das wichtig?
Die explizite Aufnahme von Prompt Injection in die Nutzungsbedingungen zeigt, wie sehr sich generative KI innerhalb weniger Jahre von einer Zusatzfunktion zu einem zentralen, rechtlich eigens geregelten Bestandteil von Googles Produktpalette entwickelt hat. Prompt Injection – das gezielte Manipulieren von KI-Systemen durch präparierte Eingaben, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen – gilt in der IT-Sicherheitsbranche längst als eines der wichtigsten Risiken beim Einsatz von KI-Chatbots und -Agenten, insbesondere wenn diese auf externe Inhalte oder Werkzeuge zugreifen können.
Für Unternehmen, die KI-gestützte Anwendungen selbst entwickeln oder testen, wirft die neue Klausel praktische Fragen auf: Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Sicherheitsforschung und einem Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen, wenn dieselbe Technik – das gezielte Testen von Prompt-Injection-Schwachstellen – je nach Kontext erwünscht oder verboten ist? Google verweist dazu auf eigene, nicht näher spezifizierte Sicherheitsprogramme, deren genaue Kriterien aus den öffentlich zugänglichen Bedingungen nicht vollständig hervorgehen.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Google Workspace und die darin integrierten Gemini-Funktionen gehören zu den in Schweizer KMU am weitesten verbreiteten Werkzeugen für Textverarbeitung, Kommunikation und zunehmend auch generative KI. Help.ch empfiehlt betroffenen Betrieben deshalb, den Stichtag als Anlass zu nehmen, um interne Zuständigkeiten zu überprüfen: Wer verwaltet welche Google-Dienste im Unternehmen, wer besitzt Administratorrechte über gemeinsam genutzte Geschäftskonten, und sind die Zugänge ausgeschiedener Mitarbeitender tatsächlich korrekt entzogen worden? Gerade bei mobilen Geräten im Aussendienst oder bei eingeschränkten Datenplänen lohnt sich zudem ein Blick auf die geänderten Regeln zum Hintergrund-Internetzugriff.
Rechtlich ändert die Anpassung nichts an den ohnehin geltenden Pflichten Schweizer Unternehmen nach dem revidierten Datenschutzgesetz: Wer Google-KI-Dienste zur Verarbeitung von Personendaten einsetzt, bleibt für die eigene DSG-Konformität verantwortlich, unabhängig davon, wie ein Anbieter seine vertraglichen Bedingungen gestaltet. Für Schweizer Sicherheitsteams, die KI-gestützte Anwendungen im eigenen Haus auf Schwachstellen testen, empfiehlt sich zudem eine genaue Prüfung, ob solche Tests unter Googles neu definierte Ausnahme für eigene Sicherheitsprogramme fallen – oder ob sie formal gegen das neue Prompt-Injection-Verbot verstossen könnten.
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Google verschärft Nutzungsbedingungen: Ab 30. Juli gelten neue Regeln zu KI und Prompt Injection?
Google aktualisiert seine Nutzungsbedingungen für Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz und im Europäischen Wirtschaftsraum per 30. Juli 2026; betroffen sind zentrale Dienste wie Suche, Gmail, Maps, Drive, Docs, Fotos, die Gemini-Apps, NotebookLM sowie das Google-Unternehmensprofil.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Google Workspace und die Gemini-Apps gehören zu den am weitesten verbreiteten Werkzeugen in Schweizer KMU; Help.ch empfiehlt betroffenen Betrieben, vor dem Stichtag zu prüfen, wer in der Firma administrative Rechte über gemeinsam genutzte Konten, Aussendienstgeräte oder eingeschränkte Datenpläne besitzt und ob Zugänge ausgeschiedener Mitarbeitender korrekt entzogen wurden.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
Aktuellenews.ch berichtete über die Änderungen; Help.ch ordnete am Beispiel Schweizer KMU zusätzlich ein, welche organisatorischen Schritte betroffene Unternehmen vor dem 30. Juli 2026 prüfen sollten. Die vollständigen Bedingungen sind unter policies.google.com/terms/update einsehbar.