In Kürze

  • Für die Studie «KMU Digital Pulse 2026» befragten localsearch (Swisscom Directories) und die Hochschule Luzern vom 13. bis 21. Mai 2026 504 Marketingverantwortliche in Schweizer KMU zum Umgang mit künstlicher Intelligenz.
  • 45 Prozent der Firmen wissen, dass ihre Kundschaft mittlerweile über KI-Systeme nach Angeboten sucht, doch 58 Prozent haben noch nie überprüft, was ein KI-System wie ChatGPT über das eigene Unternehmen ausgibt; nur rund jedes zehnte KMU kontrolliert seine KI-Sichtbarkeit systematisch.
  • Als grösste Hürde für den KI-Einsatz im Marketing nennen 44 Prozent der befragten KMU, dass sie für ihr Unternehmen keinen klaren Nutzen oder Bedarf erkennen; die eigene Website bleibt mit 69 Prozent die verbreitetste Massnahme, obschon gerade sie die Grundlage dafür liefert, wie KI-Systeme ein Unternehmen wahrnehmen.

Was ist passiert?

Für die Studie «KMU Digital Pulse 2026» haben localsearch (Swisscom Directories AG) und das Institut für Kommunikation und Marketing (IKM) der Hochschule Luzern – Wirtschaft vom 13. bis 21. Mai 2026 durch das Marktforschungsinstitut intervista 504 Personen befragen lassen, die in Schweizer KMU für Marketingentscheidungen verantwortlich oder massgeblich daran beteiligt sind. Die Stichprobe wurde nach Sprachregion und Unternehmensgrösse gewichtet, wie Bilanz berichtete.

Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: 45 Prozent der Firmen sind sich bewusst, dass ihre Kundschaft mittlerweile über KI-Systeme nach Angeboten sucht, und fast die Hälfte nimmt bereits Veränderungen im Suchverhalten wahr. Trotzdem gibt mit 58 Prozent mehr als die Hälfte der Betriebe an, noch nie kontrolliert zu haben, was ein KI-System wie ChatGPT über das eigene Unternehmen ausgibt; eine systematische Kontrolle der eigenen KI-Sichtbarkeit betreiben nur rund 10 Prozent der KMU.

Warum ist das wichtig?

Die Studie ist eine der ersten repräsentativen Schweizer Erhebungen zur sogenannten «KI-Sichtbarkeit» von KMU – also der Frage, wie Chatbots und KI-gestützte Suchassistenten ein Unternehmen darstellen, wenn Kundschaft dort statt über eine klassische Google-Suche nach Anbietern fragt. Dass fast sechs von zehn Betrieben diese Darstellung nicht kennen, bedeutet ein blinder Fleck: Fehlerhafte, veraltete oder schlicht fehlende Informationen in KI-Antworten bleiben unbemerkt, obwohl sie Kaufentscheidungen direkt beeinflussen können.

Als grösste Hürde für den gezielten KI-Einsatz im Marketing nennen 44 Prozent der befragten KMU, dass sie für ihr Unternehmen keinen klaren Nutzen oder Bedarf sehen. Gleichzeitig bleibt die eigene Website mit 69 Prozent die mit Abstand verbreitetste Marketingmassnahme – und genau sie liefert jene Informationen, auf die sich KI-Systeme stützen, wenn sie ein Unternehmen in ihren Antworten einordnen.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.

  • Die Studie macht deutlich, dass viele Schweizer KMU noch nicht darauf vorbereitet sind, dass Kundschaft zunehmend über KI-Chatbots statt über klassische Suchmaschinen nach Anbietern sucht – wer dort nicht sichtbar oder falsch dargestellt ist, verliert Geschäft, ohne es zu bemerken.
  • Für KMU-Verantwortliche liefert die repräsentative Befragung erstmals belastbare Schweizer Zahlen zur sogenannten «KI-Sichtbarkeit» und zeigt konkreten Handlungsbedarf: eine aktuelle, inhaltlich klare Website und die regelmässige Kontrolle, was KI-Systeme über das eigene Unternehmen sagen.
  • Die verbreitete Passivität – nur gut jedes zehnte KMU prüft seine Sichtbarkeit gezielt – zeigt eine Lücke zwischen wahrgenommenem Potenzial und tatsächlicher Umsetzung, die angesichts des Kostendrucks in vielen Schweizer Kleinbetrieben rasch zum Wettbewerbsnachteil werden kann.

Verwendete Quellen

Bilanz berichtete im September 2026 über die Studie «KMU Digital Pulse 2026» von localsearch (Swisscom Directories) und der Hochschule Luzern; die Studie selbst ist über das Zenodo-Repository öffentlich zugänglich.

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Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Studie «KMU Digital Pulse 2026»: 58 Prozent der Schweizer KMU wissen nicht, was KI über sie verbreitet?

Für die Studie «KMU Digital Pulse 2026» befragten localsearch (Swisscom Directories) und die Hochschule Luzern vom 13. bis 21. Mai 2026 504 Marketingverantwortliche in Schweizer KMU zum Umgang mit künstlicher Intelligenz.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Die Studie macht deutlich, dass viele Schweizer KMU noch nicht darauf vorbereitet sind, dass Kundschaft zunehmend über KI-Chatbots statt über klassische Suchmaschinen nach Anbietern sucht – wer dort nicht sichtbar oder falsch dargestellt ist, verliert Geschäft, ohne es zu bemerken.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Bilanz berichtete im September 2026 über die Studie «KMU Digital Pulse 2026» von localsearch (Swisscom Directories) und der Hochschule Luzern; die Studie selbst ist über das Zenodo-Repository öffentlich zugänglich.