Kurzfassung

Laut einem am 26./27. Juli 2026 veröffentlichten Bericht des Wall Street Journal verhandelt Nvidia über eine Finanzierungsgarantie von rund 250 Milliarden Dollar, mit der OpenAI ein 10-Gigawatt-Rechenzentrum im Süden Ohios – auf dem Gelände einer stillgelegten Uran-Anreicherungsanlage rund 80 Kilometer südlich von Columbus – von SB Energy, der Energiesparte von SoftBank, least; die Gesamtkosten des Campus inklusive Chips könnten 500 Milliarden Dollar übersteigen.

  • Laut einem am 26./27. Juli 2026 veröffentlichten Bericht des Wall Street Journal verhandelt Nvidia über eine Finanzierungsgarantie von rund 250 Milliarden Dollar, mit der OpenAI ein 10-Gigawatt-Rechenzentrum im Süden Ohios – auf dem Gelände einer stillgelegten Uran-Anreicherungsanlage rund 80 Kilometer südlich von Columbus – von SB Energy, der Energiesparte von SoftBank, least; die Gesamtkosten des Campus inklusive Chips könnten 500 Milliarden Dollar übersteigen.
  • Zusätzlich verhandelt Nvidia laut dem Bericht über eine weitere Finanzierung von bis zu 350 Milliarden Dollar für den Kauf der benötigten Chips durch OpenAI; die Garantie wäre nötig, weil OpenAI mangels Profitabilität kein eigenständiges Investment-Grade-Rating besitzt und das Ohio-Projekt erstmals ein Rechenzentrum direkt least, statt wie bisher primär über Cloud-Partner wie Microsoft, Amazon oder Oracle zu mieten.
  • Investor Michael Burry kommentierte den Bericht mit den Worten «Around and around we go» und griff damit die wachsende Kritik an der zirkulären Finanzierungsstruktur der KI-Branche auf, bei der Chiphersteller wie Nvidia zunehmend die Kunden mitfinanzieren, die wiederum deren Hardware kaufen.

Was ist passiert?

Nach übereinstimmenden Medienberichten, die sich auf eine am Wochenende vom Wall Street Journal veröffentlichte Recherche stützen, verhandelt der Chiphersteller Nvidia über eine Finanzierungsgarantie von rund 250 Milliarden Dollar für ein gigantisches Rechenzentrumsprojekt von OpenAI. Die Bürgschaft soll es OpenAI ermöglichen, ein rund 10 Gigawatt grosses Rechenzentrum im Süden des US-Bundesstaats Ohio zu leasen, das die SoftBank-Energiesparte SB Energy auf dem Gelände einer stillgelegten Uran-Anreicherungsanlage rund 80 Kilometer südlich von Columbus errichtet. Die Gesamtkosten des Campus – inklusive der benötigten Grafikprozessoren – könnten laut den Berichten 500 Milliarden Dollar übersteigen und würden das Projekt zum bislang grössten je angekündigten Rechenzentrumsvorhaben machen.

Ergänzend soll Nvidia laut den Recherchen über eine weitere Finanzierungszusage von bis zu 350 Milliarden Dollar verhandeln, mit der OpenAI die für den Betrieb nötigen Chips kaufen könnte. Die Garantie gilt als notwendig, weil OpenAI mangels Profitabilität bislang kein eigenständiges Investment-Grade-Rating erreicht und daher kaum eigenständig derart grosse Kredite aufnehmen könnte. Das Ohio-Projekt wäre zudem das erste Rechenzentrum, das OpenAI direkt least, statt wie bisher primär über Cloud-Partner wie Microsoft, Amazon oder Oracle Rechenkapazität zu beziehen. Bis zur Publikation der Berichte konnte Reuters die Angaben nicht unabhängig bestätigen; die Gespräche gelten deshalb als glaubwürdig recherchiert, aber noch nicht als abgeschlossener Deal.

Warum ist das wichtig?

Die berichtete Konstruktion ist deshalb bemerkenswert, weil Nvidia dabei nicht nur als Zulieferer, sondern zugleich als Finanzier seines eigenen grössten Kunden auftreten würde: Das Unternehmen würde mit seiner Bürgschaft letztlich dafür sorgen, dass OpenAI überhaupt in der Lage ist, weitere Nvidia-Chips zu kaufen und zu betreiben. Kritiker wie der bekannte Investor Michael Burry sprechen deshalb von einer zirkulären Finanzierungsstruktur und kommentierten den Bericht mit den Worten «Around and around we go» – ein Verweis auf ähnliche, teils milliardenschwere Investitions- und Lieferverträge, die Nvidia in den vergangenen Monaten mit mehreren grossen KI-Abnehmern eingegangen ist.

Für Beobachterinnen und Beobachter der Finanzmärkte nährt die berichtete Bürgschaft Zweifel daran, wie tragfähig die aktuellen Bewertungen der KI-Branche tatsächlich sind, wenn ein grosser Teil des angekündigten Investitionsvolumens letztlich auf Finanzierungszusagen weniger Grosskonzerne beruht statt auf unabhängig finanzierter Nachfrage. Analysten von CNBC ordneten den Bericht entsprechend als «einen weiteren Schlag gegen den KI-Handel» ein – ein Hinweis darauf, dass die Sorge vor einer möglichen Überbewertung der Branche trotz weiterhin hoher Investitionssummen zunimmt.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Die Grössenordnung des möglichen Deals ist auch für die Schweiz keineswegs nur eine amerikanische Randnotiz: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hielt gemäss ihrer im zweiten Quartal 2026 veröffentlichten Offenlegungspflicht für US-Wertschriften per Ende des ersten Quartals rund 71,3 Millionen Nvidia-Aktien im Wert von 12,4 Milliarden Dollar – die grösste Einzelposition ihres 173,8 Milliarden Dollar schweren US-Aktienportfolios und einen Anteil von 7,16 Prozent. Im ersten Quartal 2026 hatte die Nationalbank ihren Bestand nochmals um rund 4,7 Millionen Aktien aufgestockt. Die Schweizer Währungsreserven sind damit direkt an den Geschäftsverlauf von Nvidia gekoppelt – und indirekt auch an Finanzierungskonstrukte wie die nun berichtete Ohio-Bürgschaft.

Auch Schweizer Pensionskassen sind über passive Anlagen in globalen Aktienindizes regelmässig an den grossen US-Technologiewerten beteiligt und tragen einen Teil des damit verbundenen Konzentrationsrisikos indirekt mit. Der Bericht dürfte deshalb auch hiesige Warnungen bestätigen: Schweizer Bankanalysten von Raiffeisen und J. Safra Sarasin hatten bereits zuvor auf Warnsignale einer möglichen KI-Blase hingewiesen; Finanzierungskonstrukte, bei denen ein Zulieferer wie Nvidia zugleich als Kreditgeber seiner grössten Kunden auftritt, zählen aus Sicht vieler Marktbeobachter zu genau jenen Mustern, die diese Sorge nähren.

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Nvidia soll 250-Milliarden-Bürgschaft für OpenAI-Rechenzentrum in Ohio stellen?

Laut einem am 26./27. Juli 2026 veröffentlichten Bericht des Wall Street Journal verhandelt Nvidia über eine Finanzierungsgarantie von rund 250 Milliarden Dollar, mit der OpenAI ein 10-Gigawatt-Rechenzentrum im Süden Ohios – auf dem Gelände einer stillgelegten Uran-Anreicherungsanlage rund 80 Kilometer südlich von Columbus – von SB Energy, der Energiesparte von SoftBank, least; die Gesamtkosten des Campus inklusive Chips könnten 500 Milliarden Dollar übersteigen.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Die Schweizerische Nationalbank hielt gemäss ihrer Offenlegungspflicht für das erste Quartal 2026 rund 71,3 Millionen Nvidia-Aktien im Wert von 12,4 Milliarden Dollar – 7,16% ihres US-Aktienportfolios von total 173,8 Milliarden Dollar und die grösste Einzelposition; die SNB hatte ihren Bestand im ersten Quartal um weitere 4,7 Millionen Aktien aufgestockt.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

CNBC und weitere Medien berichteten am 27. Juli 2026 über einen zuerst vom Wall Street Journal veröffentlichten Bericht; Reuters konnte die Angaben zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht unabhängig bestätigen, weshalb der Deal als glaubwürdig recherchiert, aber noch nicht endgültig gilt. Zusätzliche Angaben zur SNB-Position stammen aus deren Offenlegung des US-Aktienportfolios für das erste Quartal 2026.