In Kürze
- Ein von Empa und EPFL geleitetes internationales Team hat in «Nature Machine Intelligence» die neue Disziplin «Sustainability Robotics» vorgeschlagen, die Roboter nach ökologischem, sozialem und wirtschaftlichem Nutzen statt nur nach technischer Leistung bewertet.
- Drei Prinzipien stehen im Zentrum: minimal-invasive Eingriffe, universelle Zugänglichkeit und Symbiose mit der Umwelt – umgesetzt über den methodischen Ansatz der «Physical Artificial Intelligence», der Materialwissenschaft, KI-Steuerung und Multisensorik verbindet.
- Getragen wird die Arbeit vom gemeinsamen «Laboratory of Sustainability Robotics» von Empa und EPFL unter Leitung von Prof. Mirko Kovač, zusammen mit Partnern des Istituto Italiano di Tecnologia und des Daegu Gyeongbuk Institute of Science and Technology.
Was ist passiert?
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Empa und der EPFL hat im Fachjournal «Nature Machine Intelligence» vorgeschlagen, eine neue Disziplin namens «Sustainability Robotics» zu etablieren. Die Kernidee: Roboter und autonome Systeme sollen künftig nicht mehr allein nach technischer Leistungsfähigkeit beurteilt werden, sondern auch danach, welche ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sie haben.
Getragen wird die Initiative vom gemeinsamen «Laboratory of Sustainability Robotics» von Empa und EPFL unter Leitung von Prof. Mirko Kovač, gemeinsam mit Barbara Mazzolai vom Istituto Italiano di Tecnologia und Seokheun Song vom Daegu Gyeongbuk Institute of Science and Technology in Südkorea. Als methodischer Kern dient «Physical Artificial Intelligence» (PAI): ein Ansatz, der fortschrittliche Materialien mit KI-gestützten Steuerungssystemen und Multisensorik verbindet, oft nach dem Vorbild biologischer Organismen.
Warum ist das wichtig?
Drei Prinzipien sollen die neue Disziplin leiten: minimal-invasive Eingriffe in die Umwelt, universelle Zugänglichkeit der Technologie und eine möglichst regenerative Symbiose zwischen Maschine und Ökosystem. Praktisch zeigt sich das etwa bei weichen Robotersystemen und Drohnen, die Umweltdaten in Wäldern oder Feuchtgebieten sammeln, Infrastruktur wie Bauwerke warten oder reparieren und dabei Aufgaben übernehmen, die für Menschen zu gefährlich wären – teils mit biologisch abbaubaren Materialien, die sich nach dem Einsatz selbst zersetzen.
Der Vorstoss reagiert auf ein wachsendes Problem der Robotik- und KI-Forschung: Systeme werden oft primär auf Geschwindigkeit, Präzision oder wirtschaftlichen Nutzen optimiert, während ökologische Folgekosten – Materialverbrauch, Energiebedarf, Entsorgung – erst nachträglich betrachtet werden. Eine eigene Bewertungsdisziplin soll solche Kriterien von Anfang an in Entwicklung und Förderentscheide einfliessen lassen, ähnlich wie es sich in der Bauindustrie mit Lebenszyklusanalysen etabliert hat.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Mit Empa und EPFL positionieren sich zwei Schweizer Forschungsinstitutionen als Mitbegründer einer neuen, international beachteten Disziplin an der Schnittstelle von Robotik, Materialwissenschaft und Nachhaltigkeit – ein Beleg für die Innovationskraft des Schweizer Forschungsstandorts über reine Sprachmodelle hinaus.
- Praktische Anwendungen wie biologisch abbaubare Drohnen für die Umweltüberwachung oder Infrastrukturwartung könnten mittelfristig auch für Schweizer Behörden, Energieversorger und Bauunternehmen relevant werden, etwa bei der Kontrolle von Wäldern, Feuchtgebieten oder schwer zugänglichen Anlagen.
- Für Schweizer Hochschulen und Spin-offs eröffnet die neue Disziplin ein Forschungsfeld, in dem ökologische Kriterien von Anfang an mitgedacht werden – ein Ansatz, der sich mit der Schweizer Stärke bei Deep-Tech-Ausgründungen und Nachhaltigkeitsforschung gut verbinden lässt.
Verwendete Quellen
Nanowerk berichtet über die im Fachjournal «Nature Machine Intelligence» vorgeschlagene neue Disziplin «Sustainability Robotics» eines internationalen, von Empa und EPFL geleiteten Forschungsteams.
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- Nanowerk Nanowerk Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 9. September 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Empa und EPFL lancieren «Sustainability Robotics» als neue Forschungsdisziplin?
Ein von Empa und EPFL geleitetes internationales Team hat in «Nature Machine Intelligence» die neue Disziplin «Sustainability Robotics» vorgeschlagen, die Roboter nach ökologischem, sozialem und wirtschaftlichem Nutzen statt nur nach technischer Leistung bewertet.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Mit Empa und EPFL positionieren sich zwei Schweizer Forschungsinstitutionen als Mitbegründer einer neuen, international beachteten Disziplin an der Schnittstelle von Robotik, Materialwissenschaft und Nachhaltigkeit – ein Beleg für die Innovationskraft des Schweizer Forschungsstandorts über reine Sprachmodelle hinaus.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
Nanowerk berichtet über die im Fachjournal «Nature Machine Intelligence» vorgeschlagene neue Disziplin «Sustainability Robotics» eines internationalen, von Empa und EPFL geleiteten Forschungsteams.