In Kürze

  • Swiss Re bezifferte in seinem Anfang September 2026 veröffentlichten Bericht das weltweite Prämienvolumen für Cyberversicherungen für 2026 auf 16,4 Milliarden Dollar, mit einem für 2027 erwarteten Anstieg auf 17,1 Milliarden Dollar bei einem seit 2022 stabilen jährlichen Wachstum von rund 5 Prozent.
  • Laut dem Bericht war im ersten Halbjahr 2026 bereits jeder vierte Cyberschaden KI-gestützt verursacht, was sowohl die Häufigkeit als auch die Schadenhöhe für Versicherer in die Höhe treibt; Fabian Willi, Leiter Cyber-Kernkunden bei Swiss Re, hält fest, KI schaffe keine grundsätzlich neue Risikolandschaft, verstärke aber die bereits bekannten Risiken.
  • Als grösstes ungenutztes Marktpotenzial identifiziert Swiss Re kleine und mittlere Unternehmen: Nur 5 bis 10 Prozent der Kleinstfirmen und 10 bis 20 Prozent der KMU weltweit verfügen über eine Cyberversicherung, obwohl dieses Segment 2026 schätzungsweise bereits 4,9 Milliarden Dollar an Prämienvolumen ausmacht.

Was ist passiert?

Der Zürcher Rückversicherer Swiss Re hat Anfang September 2026 seinen Bericht «Building a sustainable cyber market in the AI era» veröffentlicht. Darin beziffert das Unternehmen das weltweite Prämienvolumen für Cyberversicherungen für das laufende Jahr auf 16,4 Milliarden Dollar; für 2027 rechnet Swiss Re mit einem weiteren Anstieg auf 17,1 Milliarden Dollar. Das jährliche Wachstum der Cyberprämien verharrt damit seit 2022 bei rund 5 Prozent – ein im Vergleich zu früheren Boomjahren moderates Tempo. Gleichzeitig hält der Bericht fest, dass im ersten Halbjahr 2026 bereits jeder vierte Cyberschaden auf einen KI-gestützten Angriff zurückzuführen war, was sowohl die Häufigkeit als auch die durchschnittliche Schadenhöhe erhöht.

Fabian Willi, Leiter des Bereichs Cyber-Kernkunden bei Swiss Re, wird im Bericht mit den Worten zitiert, künstliche Intelligenz schaffe keine grundsätzlich neue Risikolandschaft, verstärke aber die bereits bekannten Risiken. Als klar grösstes ungenutztes Marktpotenzial identifiziert der Bericht kleine und mittlere Unternehmen: Weltweit verfügen laut Swiss Re nur 5 bis 10 Prozent der Kleinstfirmen und 10 bis 20 Prozent der KMU über eine Cyberversicherung – obwohl dieses stark unterversicherte Segment bereits 2026 schätzungsweise 4,9 Milliarden Dollar an Prämien generiert und damit das grösste Segment nach Prämienvolumen im gesamten Cybermarkt darstellt.

Warum ist das wichtig?

Der Bericht liefert eine der bislang konkretesten Zahlen dazu, wie stark künstliche Intelligenz das Schadensbild in der Cyberversicherung bereits heute – und nicht erst in einem hypothetischen Zukunftsszenario – verändert. Ein Anteil von einem Viertel KI-gestützter Schadensfälle bereits im ersten Halbjahr 2026 zeigt, dass generative und agentische KI-Werkzeuge Angreifern helfen, Phishing-Mails überzeugender zu formulieren, Schwachstellen automatisiert aufzuspüren und Angriffe zu skalieren – während viele Unternehmen ihre Abwehrmassnahmen erst allmählich nachziehen.

Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass ausgerechnet jene Unternehmen, die sich eine umfassende Cyberabwehr am wenigsten leisten können – kleine und mittlere Betriebe –, gegenüber diesen wachsenden Risiken am schlechtesten abgesichert sind. Für Versicherer eröffnet diese Lücke ein grosses Wachstumspotenzial, für die betroffenen Unternehmen selbst bedeutet sie jedoch ein erhebliches, oft unterschätztes finanzielles Risiko: Ohne Versicherungsschutz und ohne ausreichenden technischen Grundschutz drohen KMU im Schadensfall existenzbedrohende Kosten, die weit über den unmittelbaren Datenverlust hinausgehen können.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.

  • Dass ausgerechnet der Zürcher Weltkonzern Swiss Re die Unterversicherung von KMU als grösstes globales Marktpotenzial für Cyberversicherungen benennt, verleiht dem Befund auch für die Schweizer Versicherungs- und Beratungsbranche besonderes Gewicht, da hiesige Anbieter die Analyse für die Entwicklung eigener KMU-Produkte nutzen dürften.
  • Der globale Befund deckt sich mit Erhebungen für die Schweiz selbst: Eine Studie von Deloitte Schweiz kam bereits zum Schluss, dass Schweizer KMU ihre Cyberrisiken massiv unterschätzen und sowohl beim technischen Grundschutz als auch beim Versicherungsschutz erhebliche Lücken aufweisen – ein Muster, das sich mit steigendem Anteil KI-gestützter Angriffe weiter verschärfen dürfte.
  • Für Schweizer KMU verschärft sich die Lage zusätzlich durch die seit September 2023 geltende Pflicht des revidierten Datenschutzgesetzes, Datenschutzverletzungen zu melden: Wer im Schadensfall weder ausreichend technisch abgesichert noch versichert ist, riskiert neben dem eigentlichen Cyberschaden zusätzliche regulatorische und finanzielle Folgekosten.

Verwendete Quellen

Swiss Re veröffentlichte den Bericht Anfang September 2026 im eigenen Newsroom; Reinsurance News und Risk & Insurance ordneten die zentralen Zahlen zusätzlich ein.

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  • Swiss Re Swiss Re Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 9. September 2026

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Swiss Re: KI treibt jede vierte Cyberattacke an – Schweizer KMU-Lücke bleibt grösstes Marktpotenzial?

Swiss Re bezifferte in seinem Anfang September 2026 veröffentlichten Bericht das weltweite Prämienvolumen für Cyberversicherungen für 2026 auf 16,4 Milliarden Dollar, mit einem für 2027 erwarteten Anstieg auf 17,1 Milliarden Dollar bei einem seit 2022 stabilen jährlichen Wachstum von rund 5 Prozent.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Dass ausgerechnet der Zürcher Weltkonzern Swiss Re die Unterversicherung von KMU als grösstes globales Marktpotenzial für Cyberversicherungen benennt, verleiht dem Befund auch für die Schweizer Versicherungs- und Beratungsbranche besonderes Gewicht, da hiesige Anbieter die Analyse für die Entwicklung eigener KMU-Produkte nutzen dürften.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Swiss Re veröffentlichte den Bericht Anfang September 2026 im eigenen Newsroom; Reinsurance News und Risk & Insurance ordneten die zentralen Zahlen zusätzlich ein.