Kurzfassung

Das Zürcher Start-up infinity.swiss, betrieben von der 2023 von einer Gruppe Studierender gegründeten NextBusiness AG, hat eine Finanzierungsrunde von drei Millionen Dollar abgeschlossen, angeführt von EquityPitcher, mit Beteiligung von Tenity und Backbone Ventures sowie mehreren Business Angels.

  • Das Zürcher Start-up infinity.swiss, betrieben von der 2023 von einer Gruppe Studierender gegründeten NextBusiness AG, hat eine Finanzierungsrunde von drei Millionen Dollar abgeschlossen, angeführt von EquityPitcher, mit Beteiligung von Tenity und Backbone Ventures sowie mehreren Business Angels.
  • Die KI-gestützte Buchhaltungssoftware kann laut eigenen Angaben über 90 Prozent der Buchungen automatisch und kontextbezogen vorschlagen und soll Schweizer KMU dadurch rund 58 Prozent schneller arbeiten lassen.
  • Die Zahl zahlender Kundinnen und Kunden hat sich in den vergangenen zwölf Monaten verfünffacht; das frische Kapital soll den Weg zu einer möglichst autonomen Buchhaltung («autonomous accounting») weiter vorantreiben.

Was ist passiert?

Das Zürcher Start-up infinity.swiss, betrieben von der 2023 von einer Gruppe Studierender gegründeten NextBusiness AG, hat seine erste grössere Finanzierungsrunde abgeschlossen: drei Millionen Dollar, angeführt vom Schweizer Risikokapitalgeber EquityPitcher, mit Beteiligung der Investoren Tenity und Backbone Ventures sowie mehreren Business Angels, darunter ein früher Facebook-Investor. Das Kapital soll den Ausbau der KI-gestützten Buchhaltungsplattform beschleunigen, die sich an Gründerinnen, Selbstständige und kleine und mittlere Unternehmen richtet.

Kernstück der Software ist die automatische, kontextbezogene Verbuchung von Bankbewegungen: Nutzerinnen und Nutzer verknüpfen ihr Bankkonto, und die KI schlägt laut Angaben des Start-ups für über 90 Prozent der Buchungen die passende Verbuchung vor. Damit sollen administrative Prozesse in Schweizer KMU rund 58 Prozent schneller ablaufen als zuvor. Die Zahl zahlender Kundinnen und Kunden hat sich laut infinity.swiss im vergangenen Jahr verfünffacht.

Warum ist das wichtig?

Buchhaltung gilt seit Jahren als eine der Domänen, in denen KI-Automatisierung besonders viel administrativen Aufwand einsparen kann – gerade für kleinere Unternehmen ohne eigene Finanzabteilung. Ein Schweizer Anbieter, der explizit auf «autonomous accounting» zielt, positioniert sich damit direkt gegen internationale Buchhaltungs-Tools und etablierte Treuhandprozesse.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Während das insgesamt in Schweizer Start-ups investierte Kapital im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um rund 15,5 Prozent zurückging, findet ein KI-fokussiertes Angebot mit klarem, messbarem Nutzen für KMU weiterhin Investoren. Das bestätigt einen Trend aus dem Vorjahr, in dem KI-Start-ups fast jede dritte Schweizer Finanzierungsrunde für sich verbuchten.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Für Schweizer KMU und Treuhandbüros bedeutet ein wachsendes einheimisches Angebot mehr Auswahl bei einer Kernfrage: Wo werden sensible Finanzdaten verarbeitet, und wie transparent sind die zugrunde liegenden KI-Vorschläge? Ein Schweizer Anbieter mit Sitz und Entwicklung in Zürich kann hier tendenziell einfacher Auskunft geben als ein internationaler Cloud-Dienst.

Gleichzeitig zeigt das Beispiel, wie sich die Rolle von Treuhänderinnen und Treuhändern verschiebt: Je zuverlässiger KI repetitive Buchungsarbeiten übernimmt, desto stärker verlagert sich die menschliche Arbeit auf Plausibilisierung, Beratung bei Ausnahmefällen und strategische Fragen. KMU, die eine Umstellung erwägen, sollten dennoch prüfen, wie die Software mit Sonderfällen, Mehrwertsteuer-Besonderheiten und Revisionsanforderungen umgeht, bevor sie zentrale Prozesse vollständig automatisieren.

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Zürcher KI-Buchhaltungs-Start-up infinity.swiss sichert sich drei Millionen Dollar?

Das Zürcher Start-up infinity.swiss, betrieben von der 2023 von einer Gruppe Studierender gegründeten NextBusiness AG, hat eine Finanzierungsrunde von drei Millionen Dollar abgeschlossen, angeführt von EquityPitcher, mit Beteiligung von Tenity und Backbone Ventures sowie mehreren Business Angels.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Für Schweizer KMU und Treuhandbüros, die administrative Prozesse oft manuell erledigen, bietet ein einheimisches Angebot mit Entwicklung und Sitz in Zürich eine Alternative zu internationalen Buchhaltungs-Tools mit unklarem Datenstandort.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

startupticker.ch berichtet über die Finanzierungsrunde von infinity.swiss, angeführt vom Schweizer Risikokapitalgeber EquityPitcher.