Kurzfassung

Der «ISG Provider Lens»-Bericht 2026 für die Schweiz bewertet 74 Anbieter privater und hybrider Cloud- sowie Rechenzentrumsdienste in fünf Kategorien, darunter «KI-taugliche Infrastruktur-Managed-Services» für Grossunternehmen und den Mittelstand.

  • Der «ISG Provider Lens»-Bericht 2026 für die Schweiz bewertet 74 Anbieter privater und hybrider Cloud- sowie Rechenzentrumsdienste in fünf Kategorien, darunter «KI-taugliche Infrastruktur-Managed-Services» für Grossunternehmen und den Mittelstand.
  • Schweizer Unternehmen verlagern gemäss der Studie gezielt ausgewählte Arbeitslasten von öffentlichen Clouds zurück in private oder hybride Infrastrukturen, um mehr Kontrolle über Kosten und Daten zu gewinnen – getrieben von steigenden Hyperscaler-Kosten, komplexeren Lizenzmodellen und wachsendem Bedarf an Datenkontrolle.
  • Swisscom wird als einziger Anbieter in allen fünf untersuchten Kategorien als «Leader» eingestuft; Green erreicht die Spitzenposition in drei Kategorien, während Atos, Aveniq, CONVOTIS, Deutsche Telekom/T-Systems, ELCA/EveryWare, Kyndryl, MTF und ti&m je in zwei Kategorien als «Leader» gelten.

Was ist passiert?

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen ISG hat Anfang August 2026 die Ergebnisse seines «ISG Provider Lens»-Berichts «Private/Hybrid Cloud – Data Center Services» für die Schweiz veröffentlicht. Die Studie bewertet 74 Anbieter in fünf Kategorien: KI-taugliche Infrastruktur-Managed-Services für Grossunternehmen sowie für den Mittelstand, Managed-Cloud-Hosting und resiliente Infrastrukturdienste – ebenfalls unterteilt nach Grossunternehmen und Mittelstand – sowie nachhaltige Colocation-Dienste.

Die zentrale Erkenntnis: Schweizer Unternehmen überdenken ihre Cloud-Strategien grundlegend, um den sich wandelnden geschäftlichen, regulatorischen und KI-bezogenen Anforderungen gerecht zu werden. Bei der Anbieterwahl legen sie laut ISG zunehmend Wert auf hybride Cloud-Modelle, Datensouveränität, Automatisierung und Zero-Trust-Sicherheit – mit dem Ziel, eine sichere, auf KI-Workloads optimierte Infrastruktur aufzubauen, die zugleich die Ausfallsicherheit stärkt.

Warum ist das wichtig?

Laut ISG verlagern Unternehmen gezielt ausgewählte Arbeitslasten von öffentlichen Clouds zurück in private oder hybride Infrastrukturen, um mehr Kontrolle über Kosten und Daten zu gewinnen. Getrieben wird dieser Trend durch steigende Kosten bei den grossen Hyperscalern, zunehmend komplexe Lizenzmodelle sowie den wachsenden Bedarf, sensible Daten und Anwendungen selbst zu kontrollieren. Sensible Applikationen verbleiben dabei meist im eigenen Rechenzentrum oder bei lokalen Anbietern, während öffentliche Clouds gezielter für Dienste eingesetzt werden, die zusätzliche Kapazität erfordern.

«Unternehmen legen ebenso viel Wert auf langfristige Anpassungsfähigkeit wie auf technologische Fähigkeiten», sagte ISG-Studienleiter Uwe Ladwig zu den Ergebnissen. Bemerkenswert ist zudem die Anbieterlandschaft: Swisscom wird als einziges Unternehmen in allen fünf untersuchten Kategorien als «Leader» eingestuft, Green erreicht die Spitzenposition in drei Kategorien. Als «Leader» in je zwei Kategorien gelten zudem Atos, Aveniq, CONVOTIS, Deutsche Telekom/T-Systems, ELCA/EveryWare, Kyndryl, MTF und ti&m – ein Zeichen dafür, dass neben globalen Hyperscalern auch zahlreiche Schweizer und lokal verankerte Anbieter im Rennen um KI-taugliche Infrastruktur eine führende Rolle einnehmen.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Für Schweizer KMU, die ihre Cloud- und Infrastrukturstrategie angesichts wachsender KI-Nutzung überdenken, liefert die Studie eine unabhängige Vergleichsgrundlage bei der Anbieterwahl – insbesondere weil neben internationalen Hyperscalern auch etablierte Schweizer Namen wie Swisscom, Green, Aveniq, ELCA/EveryWare, ti&m, CONVOTIS und MTF als «Leader» genannt werden. Das erleichtert es Unternehmen, bei Ausschreibungen und Beschaffungsentscheiden auf Anbieter zu setzen, die sowohl technologisch als auch bezüglich Datenstandort und Compliance auf dem neuesten Stand sind.

Der von der Studie beschriebene Trend zu mehr Datensouveränität und hybriden Architekturen deckt sich mit der wachsenden Bedeutung des revidierten Schweizer Datenschutzgesetzes (revDSG) und reiht sich in eine Reihe ähnlicher Entwicklungen ein, die «souveräne» KI-Infrastruktur in der Schweiz vorantreiben – etwa das Angebot des Basler Anbieters Phoeniqs oder das Schwyzer Startup AI Infrastructure Capital, das eigene KI-Serverkapazitäten aufbaut. Dass ein derart breites Feld einheimischer Anbieter in einer international angelegten Marktstudie als «Leader» eingestuft wird, unterstreicht, wie weit die Schweizer Cloud- und Rechenzentrumsbranche bei der Umstellung auf KI-taugliche, souveräne Infrastruktur bereits vorangeschritten ist.

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu ISG-Studie: Schweizer Unternehmen bauen ihre Cloud-Infrastruktur gezielt für KI-Workloads um?

Der «ISG Provider Lens»-Bericht 2026 für die Schweiz bewertet 74 Anbieter privater und hybrider Cloud- sowie Rechenzentrumsdienste in fünf Kategorien, darunter «KI-taugliche Infrastruktur-Managed-Services» für Grossunternehmen und den Mittelstand.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Für Schweizer KMU, die ihre Cloud- und Infrastrukturstrategie im Hinblick auf KI-Anwendungen überdenken, liefert die Studie eine unabhängige Vergleichsgrundlage für die Auswahl von Anbietern – gerade weil neben globalen Hyperscalern auch zahlreiche Schweizer und lokal verankerte Anbieter wie Swisscom, Green, Aveniq, ELCA/EveryWare, ti&m, CONVOTIS und MTF als «Leader» genannt werden.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

ISG veröffentlichte die Studienergebnisse Anfang August 2026 über eine eigene Medienmitteilung; Netzwoche, IT-Markt und StockTitan lieferten zusätzliche Einordnung zu den bewerteten Anbietern und Marktentwicklungen.