Kurzfassung
Lastminute (Sitz Chiasso) streicht rund ein Viertel seiner rund 1600 Stellen – etwa 400 Jobs – im Rahmen einer KI-gestützten Reorganisation, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein und ab 2027 jährlich rund 16 Millionen Euro sparen soll.
- Lastminute (Sitz Chiasso) streicht rund ein Viertel seiner rund 1600 Stellen – etwa 400 Jobs – im Rahmen einer KI-gestützten Reorganisation, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein und ab 2027 jährlich rund 16 Millionen Euro sparen soll.
- Die Thurgauer Online-Apotheke DocMorris baut im Zuge ihrer «AI-First»-Strategie rund 100 Vollzeitstellen ab und rechnet ab Ende 2027 mit wiederkehrenden Einsparungen von mindestens 15 Millionen Franken pro Jahr.
- Forschende beobachten seit 2024 einen Trend: Vor allem IT-nahe und stark sprachbasierte Berufe geraten bei börsenkotierten Schweizer Firmen zunehmend unter Druck, während viele KMU laut separaten Erhebungen eher auf Produktivitätsgewinne als auf Stellenabbau setzen.
Was ist passiert?
Der Online-Reiseanbieter Lastminute mit Sitz in Chiasso streicht rund ein Viertel seiner etwa 1600 Stellen – ungefähr 400 Jobs. Die Reorganisation soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein und ist Teil einer Strategie, KI in die Kernprozesse des Unternehmens zu integrieren sowie in die dafür nötige Dateninfrastruktur und Fachkompetenz zu investieren. Ab 2027 rechnet Lastminute mit jährlichen Kosteneinsparungen von rund 16 Millionen Euro.
Auch die Thurgauer Online-Apotheke DocMorris beschleunigt ihre «AI-First»-Strategie und baut konzernweit rund 100 Vollzeitstellen ab – durch Automatisierung und Prozessoptimierung. Das Unternehmen rechnet ab Ende 2027 mit wiederkehrenden jährlichen Einsparungen von mindestens 15 Millionen Franken.
Warum ist das wichtig?
Beide Unternehmen sind börsenkotiert und beziffern ihre KI-bedingten Stellenstreichungen konkret – anders als bei vielen bisherigen, eher vagen Zukunftsszenarien. Forschende beobachten seit 2024 einen Trend, wonach vor allem IT-nahe und stark sprachbasierte Berufe unter Druck geraten, wenn Unternehmen KI systematisch in ihre Abläufe integrieren.
Bis vor Kurzem zeigte der gesamtschweizerische Arbeitsmarkt insgesamt nur wenige Anzeichen für einen breiten KI-bedingten Stellenabbau. Die Fälle Lastminute und DocMorris könnten deshalb frühe Anzeichen eines Wandels sein, da immer mehr kotierte Firmen konkrete, KI-bezogene Sparziele kommunizieren – ein Umstand, der die Aufmerksamkeit von Gewerkschaften, Politik und Wirtschaftsanalysten zunehmend auf sich zieht.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Für die betroffenen Regionen sind die Folgen konkret: Im Tessin trifft der Stellenabbau den Tourismussektor, im Thurgau den Gesundheits- und Logistikbereich. Sozialpartner, Gewerkschaften und kantonale Arbeitsämter tun gut daran, Weiterbildungs- und Umschulungsprogramme frühzeitig vorzubereiten – die beiden Fälle dürften für andere kotierte Schweizer Firmen mit ähnlichen Restrukturierungsplänen als Präzedenzfall dienen.
Für Schweizer KMU liefert der Kontrast zugleich ein Gegenmodell: Viele kleinere Betriebe setzen KI bislang vor allem ein, um bestehende Teams produktiver zu machen, statt Personal abzubauen. Unternehmen jeder Grösse sind gut beraten, ihre KI-Strategie transparent zu kommunizieren und Weiterbildung anzubieten, statt Automatisierung allein über Sparziele zu rechtfertigen – das schützt Betriebsklima und Reputation gleichermassen.
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu KI-bedingter Stellenabbau: Lastminute und DocMorris streichen hunderte Jobs?
Lastminute (Sitz Chiasso) streicht rund ein Viertel seiner rund 1600 Stellen – etwa 400 Jobs – im Rahmen einer KI-gestützten Reorganisation, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein und ab 2027 jährlich rund 16 Millionen Euro sparen soll.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Beide Fälle zeigen, dass KI-bedingter Stellenabbau in der Schweiz kein theoretisches Risiko mehr ist, sondern bei kotierten Unternehmen bereits konkrete Personalentscheide prägt – mit direkten Folgen für Beschäftigte in Chiasso und im Thurgau.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
plattformj.ch berichtet über den KI-bedingten Stellenabbau bei Lastminute und DocMorris und ordnet ihn als Teil eines breiteren Trends bei börsenkotierten Schweizer Unternehmen ein.