In Kürze

  • Raiffeisen Schweiz führt eine neue KI-gestützte Sprachplattform des Zürcher Anbieters Supertext ein, die automatische Übersetzung, professionelle menschliche Sprachdienstleistungen und bestehendes bankinternes Terminologiewissen in einer zentralen Lösung bündelt.
  • Mitarbeitende erhalten direkten Zugriff auf KI-gestützte Übersetzungen und können bei Bedarf nahtlos professionelle Sprachdienstleistungen in denselben Arbeitsprozess einbinden, was die sprachliche Konsistenz über verschiedene Kanäle und Landessprachen hinweg stärken soll.
  • Supertext ist 2024 aus der Fusion der Übersetzungsagentur Supertext mit dem KI-Startup Textshuttle hervorgegangen, beschäftigt rund 100 Personen in Zürich und Berlin, bedient über 1500 Unternehmen – darunter Axa, Swatch, Swiss Life sowie die Schweizer Armee – und entwickelt, betreibt und hostet seine Sprach-KI vollständig in der Schweiz.

Was ist passiert?

Raiffeisen Schweiz, die grösste Genossenschaftsbankengruppe des Landes, führt für ihre mehrsprachige Kommunikation eine neue Sprach-KI-Plattform des Zürcher Unternehmens Supertext ein. Die Plattform kombiniert KI-gestützte Übersetzung mit professionellen menschlichen Sprachdienstleistungen und bereits vorhandenem bankinternem Terminologiewissen in einer zentralen Lösung. Mitarbeitende erhalten damit direkten Zugriff auf automatische Übersetzungen, können aber bei Bedarf nahtlos professionelle Sprachdienstleistungen in denselben Arbeitsprozess einbinden – ein Ansatz, der Arbeitsabläufe vereinfachen und die sprachliche Konsistenz über verschiedene Kanäle und die Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch hinweg stärken soll.

Supertext ist 2024 aus der Fusion der etablierten Übersetzungsagentur Supertext mit dem KI-Startup Textshuttle hervorgegangen und beschäftigt heute rund 100 Fachleute aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Linguistik und Sicherheit an den Standorten Zürich und Berlin. Das Unternehmen bedient nach eigenen Angaben über 1500 Unternehmen und 500'000 aktive Nutzerinnen und Nutzer in Europa, darunter Axa, Swatch, Swiss Life sowie die Schweizer Armee und die Kantonsverwaltungen von Graubünden und Tessin. Entwicklung, Betrieb und Hosting der Sprach-KI erfolgen laut Supertext vollständig in der Schweiz; 2026 wurde das Unternehmen mit dem GenAI Zurich Award ausgezeichnet.

Warum ist das wichtig?

Banken zählen zu den zurückhaltendsten Branchen bei der Einführung generativer KI, weil Kundendaten, Bankgeheimnis und aufsichtsrechtliche Vorgaben der FINMA hohe Anforderungen an Datenschutz und Nachvollziehbarkeit stellen. Dass Raiffeisen sich für eine Lösung entscheidet, die vollständig in der Schweiz entwickelt, betrieben und gehostet wird, statt auf die Übersetzungsfunktionen grosser US-amerikanischer Cloud-Anbieter zurückzugreifen, ist ein Signal dafür, wie stark der Produktionsstandort bei sensiblen Anwendungsfällen im Finanzsektor mittlerweile ins Gewicht fällt.

Der Fall zeigt zudem die wachsende Reife der Schweizer Sprach-KI-Branche: Aus dem Zusammenschluss einer traditionellen Übersetzungsagentur mit einem spezialisierten KI-Startup ist ein Anbieter entstanden, der mit eigens entwickelten Sprachmodellen und einer Kombination aus KI und professioneller menschlicher Kontrolle gegen die Übersetzungsfunktionen internationaler Grossplattformen wie Google Translate, DeepL oder Microsoft Translator antritt – und dabei gerade regulierte Grosskunden wie Raiffeisen gewinnen kann.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.

  • Dass eine unter FINMA-Aufsicht stehende Bank für eine datenschutzsensible Textverarbeitungsanwendung einen vollständig in der Schweiz entwickelten und gehosteten Anbieter statt eines US-Hyperscalers wählt, ist ein konkretes Beispiel dafür, wie regulierte Finanzinstitute Datenschutzanforderungen und KI-Nutzen miteinander in Einklang bringen.
  • Der Fall zeigt die zunehmende Reife der Schweizer Sprach-KI-Branche: Aus der Fusion von Übersetzungsagentur und KI-Startup ist ein Anbieter entstanden, der es mit spezialisierten Sprachmodellen mit den Übersetzungsfunktionen grosser internationaler Plattformen aufnehmen will.
  • Das gewählte Hybridmodell aus KI-Übersetzung und professioneller menschlicher Kontrolle liefert anderen Schweizer Banken, Versicherungen und Verwaltungen mit ähnlichen Mehrsprachigkeitsanforderungen (Deutsch, Französisch, Italienisch) ein mögliches Vorbild, wie sich Effizienzgewinne und Qualitäts- beziehungsweise Haftungskontrolle austarieren lassen.

Verwendete Quellen

Moneycab berichtete über die Partnerschaft zwischen Raiffeisen Schweiz und Supertext; Kleinreport, Persönlich.com und Leaderdigital ordneten die Plattform und den Hintergrund von Supertext zusätzlich ein.

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  • Moneycab Moneycab Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: technisch erreichbar · Abruf am 9. September 2026

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Raiffeisen setzt bei Übersetzungen auf Schweizer KI von Supertext?

Raiffeisen Schweiz führt eine neue KI-gestützte Sprachplattform des Zürcher Anbieters Supertext ein, die automatische Übersetzung, professionelle menschliche Sprachdienstleistungen und bestehendes bankinternes Terminologiewissen in einer zentralen Lösung bündelt.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Dass eine unter FINMA-Aufsicht stehende Bank für eine datenschutzsensible Textverarbeitungsanwendung einen vollständig in der Schweiz entwickelten und gehosteten Anbieter statt eines US-Hyperscalers wählt, ist ein konkretes Beispiel dafür, wie regulierte Finanzinstitute Datenschutzanforderungen und KI-Nutzen miteinander in Einklang bringen.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Moneycab berichtete über die Partnerschaft zwischen Raiffeisen Schweiz und Supertext; Kleinreport, Persönlich.com und Leaderdigital ordneten die Plattform und den Hintergrund von Supertext zusätzlich ein.