In Kürze

  • Der «Schweizer Zukunftskompass 2026» des Vereins Monda Futura kombiniert Ideen von über 1300 Teilnehmenden mit einer repräsentativen gfs.bern-Umfrage unter 2203 Personen zu 40 möglichen Zukunftsszenarien in Bereichen wie Gesundheit, Arbeit, Bildung und Technologie.
  • Zu den am breitesten geteilten Wünschen der Schweizer Bevölkerung zählen laut SRF mehr Regionalität und weniger Künstliche Intelligenz – während beim Szenario einer saisonal und regional verankerten Lebensmittelproduktion der höchste Konsens gemessen wurde.
  • Zeitgleich diskutierten Unternehmensvertreter an der Empower Conference im Zürcher Swiss Life Arena, wie sich KI-Transformation in Firmen erfolgreich umsetzen lässt; Isolutions-CTO David Schneider verglich die Suche nach dem richtigen Ansatz mit der Suche nach dem heiligen Gral.

Was ist passiert?

Der Verein Monda Futura hat mit dem «Schweizer Zukunftskompass 2026» eine breit angelegte Zukunftsstudie vorgelegt, wie SRF am 27. August 2026 berichtete. Sie kombiniert Ideen von mehr als 1300 Teilnehmenden mit einer repräsentativen Umfrage von gfs.bern unter 2203 Personen, die 40 mögliche Zukunftsszenarien zu Gesundheit, Landwirtschaft, Technologie, Arbeit, Bildung und Demokratie bewerteten. Der Gründer von Monda Futura zog daraus den Schluss, dass es in der Schweizer Bevölkerung deutlich mehr gemeinsame Nenner gebe als angenommen, statt der oft beschworenen Polarisierung. Zu den am stärksten geteilten Wünschen zählen mehr Regionalität und weniger Künstliche Intelligenz; den höchsten Konsens erhielt das Szenario einer saisonal und regional verankerten Lebensmittelproduktion.

Nur einen Tag später berichtete die Netzwoche über die Empower Conference im Zürcher Swiss Life Arena in Zürich-Altstetten, an der sich Unternehmen mit der praktischen Umsetzung von KI-Transformation auseinandersetzten. David Schneider, CTO und Partner bei Isolutions, verglich die Suche nach dem richtigen Vorgehen mit der Suche nach dem heiligen Gral – viele Firmen suchten weiterhin nach dem Weg, KI nachhaltig und wirksam in ihre Prozesse zu integrieren. Auch Damir Bogdan, Gründer von Actvide und Mitgründer von Quantumbasel, hielt an der Konferenz ein Referat zum Thema.

Warum ist das wichtig?

Die beiden Meldungen zeigen ein und dasselbe Spannungsfeld aus zwei Perspektiven: Während Unternehmensverantwortliche darüber diskutieren, wie sich KI möglichst umfassend in Geschäftsprozesse integrieren lässt, wünscht sich ein relevanter Teil der Schweizer Bevölkerung gemäss dem Zukunftskompass tendenziell weniger statt mehr Künstliche Intelligenz im Alltag. Diese Kluft zwischen unternehmerischem Ehrgeiz und gesellschaftlicher Skepsis ist keine rein akademische Frage, sondern hat direkte Folgen für Akzeptanz, Kommunikation und letztlich auch für regulatorische Debatten.

Zukunftsstudien wie der Kompass von Monda Futura sind zudem deshalb bemerkenswert, weil sie nicht nur Einzelmeinungen, sondern über eine repräsentative Umfrage stützbare gesellschaftliche Trends abbilden. Wenn ausgerechnet «weniger KI» zu den am breitesten geteilten Zukunftswünschen zählt, ist das ein Signal an Politik und Wirtschaft, das bei der Gestaltung künftiger KI-Strategien kaum ignoriert werden kann.

Was bedeutet das für die Schweiz?

  • Die Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Bevölkerung nach weniger KI und dem Bestreben vieler Unternehmen, KI in möglichst allen Prozessen einzusetzen, dürfte die öffentliche Debatte über Tempo und Grenzen der KI-Einführung in der Schweiz weiter verschärfen.
  • Für Unternehmen und Verwaltung liefert der Zukunftskompass ein Warnsignal: Wer KI-Projekte vorantreibt, ohne die Vorbehalte der Bevölkerung ernst zu nehmen, riskiert Akzeptanzprobleme – gerade in einem Land mit ausgeprägter direkter Demokratie und Volksabstimmungen.
  • Für Schweizer KMU, die an Anlässen wie der Empower Conference nach Orientierung für ihre eigene KI-Transformation suchen, zeigen die geteilten Erfahrungen aus der Praxis, dass technische Machbarkeit allein nicht reicht, sondern Vertrauen und Kommunikation gegenüber Kundschaft und Mitarbeitenden mitentscheidend sind.

Verwendete Quellen

Netzwoche berichtete am 28. August 2026 über die Empower Conference in Zürich; SRF hatte am 27. August 2026 die Ergebnisse des «Schweizer Zukunftskompass 2026» von Monda Futura und gfs.bern eingeordnet.

Quellenstatus: 2 strukturierte Quellen · 0 von 2 Originaldaten verifiziert. Prüfregeln ansehen

  • Netzwoche Netzwoche Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: noch nicht protokolliert
  • SRF SRF Originaldatum nicht erfasst Rolle: Kontextquelle · Zugriff: noch nicht protokolliert

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Zukunftskompass: Schweizer Bevölkerung wünscht sich weniger KI – Firmen suchen den «heiligen Gral» der Transformation?

Der «Schweizer Zukunftskompass 2026» des Vereins Monda Futura kombiniert Ideen von über 1300 Teilnehmenden mit einer repräsentativen gfs.bern-Umfrage unter 2203 Personen zu 40 möglichen Zukunftsszenarien in Bereichen wie Gesundheit, Arbeit, Bildung und Technologie.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Die Diskrepanz zwischen dem Wunsch der Bevölkerung nach weniger KI und dem Bestreben vieler Unternehmen, KI in möglichst allen Prozessen einzusetzen, dürfte die öffentliche Debatte über Tempo und Grenzen der KI-Einführung in der Schweiz weiter verschärfen.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Netzwoche berichtete am 28. August 2026 über die Empower Conference in Zürich; SRF hatte am 27. August 2026 die Ergebnisse des «Schweizer Zukunftskompass 2026» von Monda Futura und gfs.bern eingeordnet.