In Kürze

  • Laut der im April 2026 unter 561 US-Kleinunternehmen durchgeführten «2026 AI and Small Business Adoption Survey» von Thryv setzen mittlerweile 66 Prozent der befragten Kleinunternehmen KI-Werkzeuge ein, gegenüber 55 Prozent ein Jahr zuvor.
  • 70 Prozent der befragten Unternehmen geben an, KI habe im vergangenen Jahr den Umsatz gesteigert, 55 Prozent berichten von tieferen Kosten; ein Drittel der Betriebe gibt inzwischen mehr für KI-Werkzeuge aus als vor zwölf Monaten.
  • Trotz der steigenden Nutzung sagen 70 Prozent der befragten Geschäftsinhaberinnen und -inhaber, sie bräuchten mehr Schulung, um KI-Werkzeuge wirklich wirksam einzusetzen – ein Hinweis darauf, dass Adoption und Kompetenzaufbau in vielen Kleinbetrieben auseinanderklaffen.

Was ist passiert?

Der Marketing-Plattformanbieter Thryv hat am 9. Juli 2026 die Ergebnisse seiner «2026 AI and Small Business Adoption Survey» veröffentlicht. Für die Studie wurden im April 2026 561 Inhaberinnen und Inhaber sowie Entscheidungsträgerinnen und -träger US-amerikanischer Klein- und mittlerer Unternehmen aus Branchen wie Bau, Dienstleistung, Gastronomie, Detailhandel und persönlichen Diensten befragt, mehrheitlich mit einem Jahresumsatz zwischen einer und knapp zwei Millionen Dollar. Das zentrale Ergebnis: 66 Prozent der befragten Kleinunternehmen setzen inzwischen KI-Werkzeuge ein, ein deutlicher Anstieg gegenüber 55 Prozent im Vorjahr.

Die Umfrage zeigt zudem einen spürbaren wirtschaftlichen Effekt: 70 Prozent der Befragten geben an, KI habe im vergangenen Jahr ihren Umsatz gesteigert, 55 Prozent berichten von tieferen Kosten, und ein Drittel der Betriebe gibt mittlerweile mehr für KI-Werkzeuge aus als vor zwölf Monaten. Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Lücke: 70 Prozent der Geschäftsinhaberinnen und -inhaber geben an, mehr Schulung zu benötigen, um die eingesetzten KI-Werkzeuge tatsächlich wirksam zu nutzen.

Warum ist das wichtig?

Die Zahlen bestätigen einen Trend, der sich international schon länger abzeichnet: KI-Werkzeuge verbreiten sich in Kleinunternehmen deutlich schneller, als die notwendigen Kompetenzen und internen Prozesse dafür aufgebaut werden. Wenn 70 Prozent der Anwenderinnen und Anwender gleichzeitig angeben, mehr Schulung zu brauchen, deutet das darauf hin, dass viele Betriebe KI-Tools eher ausprobieren als systematisch in ihre Abläufe integrieren – mit dem Risiko, dass Potenzial ungenutzt bleibt oder Fehler entstehen, die bei sorgfältigerer Einführung vermeidbar wären.

Die Ergebnisse sind auch deshalb relevant, weil sie zeigen, dass die Adoptionskurve bei kleinen Unternehmen inzwischen der grosser Konzerne ähnelt, die operativen Voraussetzungen – Schulungsbudgets, IT-Support, klare Richtlinien – bei Kleinbetrieben aber deutlich schwächer ausgeprägt sind. Anbieter von KI-Werkzeugen und Weiterbildungsprogrammen dürften diese Lücke zunehmend als Geschäftschance erkennen.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.

  • Auch für Schweizer KMU zeigen unabhängige Erhebungen ein ähnliches Muster: Ein substanzieller Teil der Betriebe setzt KI bereits aktiv ein, doch fehlendes technisches Know-how und Personalmangel bremsen eine breitere Nutzung – die Thryv-Zahlen bestätigen, dass diese Schulungslücke kein Schweizer Einzelphänomen ist.
  • Die Zahlen liefern Schweizer Berufsverbänden und Weiterbildungsanbietern ein Argument dafür, praxisnahe KI-Schulungen für Kleinunternehmen auszubauen, statt sich allein auf die Verfügbarkeit von Werkzeugen zu verlassen.
  • Weil ein Drittel der befragten Firmen bereits höhere KI-Ausgaben verzeichnet, sollten auch Schweizer KMU ihre KI-Investitionen budgetieren und regelmässig überprüfen, ob eingesetzte Werkzeuge den erhofften Effizienzgewinn tatsächlich erzielen – statt Tools unkoordiniert einzuführen.

Verwendete Quellen

Thryv veröffentlicht die Ergebnisse der «2026 AI and Small Business Adoption Survey» am 9. Juli 2026; Yahoo Finance, StockTitan und Carrier Management ordnen Methodik und Kennzahlen zusätzlich ein.

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Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Studie: KI-Nutzung bei US-Kleinunternehmen steigt auf 66 Prozent – doch die Schulungslücke bleibt gross?

Laut der im April 2026 unter 561 US-Kleinunternehmen durchgeführten «2026 AI and Small Business Adoption Survey» von Thryv setzen mittlerweile 66 Prozent der befragten Kleinunternehmen KI-Werkzeuge ein, gegenüber 55 Prozent ein Jahr zuvor.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Auch für Schweizer KMU zeigen unabhängige Erhebungen ein ähnliches Muster: Ein substanzieller Teil der Betriebe setzt KI bereits aktiv ein, doch fehlendes technisches Know-how und Personalmangel bremsen eine breitere Nutzung – die Thryv-Zahlen bestätigen, dass diese Schulungslücke kein Schweizer Einzelphänomen ist.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Thryv veröffentlicht die Ergebnisse der «2026 AI and Small Business Adoption Survey» am 9. Juli 2026; Yahoo Finance, StockTitan und Carrier Management ordnen Methodik und Kennzahlen zusätzlich ein.