In Kürze

  • Der Bundesrat hat am 2. Oktober 2026 den Bericht «Effizienzsteigerung von Verwaltungsprozessen durch Prozessautomatisierung und künstliche Intelligenz» verabschiedet, in Erfüllung des Postulats 24.3582 Silberschmidt.
  • Der Bericht identifiziert fünf Schwerpunktbereiche: Geschäftsverwaltung, technologiegestützte Übersetzungsarbeit, Prüfung von Gesuchen und Fällen, Datenmanagement sowie Backoffice-Prozesse.
  • Grundlage ist eine Auswertung von über 130 Prozessen aus der Bundesverwaltung, aus denen zehn übergreifende Referenzprozesse abgeleitet wurden, die künftig stärker automatisiert und mit KI unterstützt werden sollen.

Was ist passiert?

Der Bundesrat hat am 2. Oktober 2026 den Bericht «Effizienzsteigerung von Verwaltungsprozessen durch Prozessautomatisierung und künstliche Intelligenz» verabschiedet. Der Bericht erfüllt das Postulat 24.3582 der freisinnigen Nationalrätin respektive des Nationalrats Silberschmidt und legt dar, wie die Bundesverwaltung Verfahren vereinfachen, Arbeitsabläufe beschleunigen und verfügbare Ressourcen gezielter einsetzen will. Als Grundlage liess der Bundesrat über 130 Prozesse aus verschiedenen Departementen auswerten und leitete daraus zehn übergreifende Referenzprozesse ab, die sich besonders für Automatisierung und KI-Unterstützung eignen.

Der Bericht nennt fünf Schwerpunktbereiche: die Geschäftsverwaltung mit integrierten, effizienten und transparenten Abläufen; technologiegestützte Übersetzungsarbeit für schnellere Übertragungen bei gesicherter Qualität; die Prüfung von Gesuchen und Fällen für kürzere Wartezeiten und raschere Entscheide; das Datenmanagement als Voraussetzung für verlässliche Automatisierung; sowie reibungsärmere Backoffice-Prozesse im administrativen Unterbau der Verwaltung.

Warum ist das wichtig?

Der Bericht konkretisiert, was der Bundesrat bereits am 18. September 2026 angekündigt hatte, als er die Priorisierung der Umsetzungsmassnahmen für die KI-Strategie der Bundesverwaltung anpasste und sechs von acht geplanten Massnahmen weiterführte. Während jene Mitteilung vor allem die interne Steuerung der laufenden KI-Projekte betraf, liefert der neue Bericht erstmals eine systematische, prozessbezogene Auswertung mit konkreten Zahlen: über 130 untersuchte Prozesse und zehn daraus abgeleitete Referenzprozesse, die als Vorlage für die departementsübergreifende Automatisierung dienen sollen.

Damit positioniert sich der Bund als Vorreiter bei der praktischen Umsetzung von KI-gestützter Prozessautomatisierung in der öffentlichen Verwaltung – zu einem Zeitpunkt, in dem laut Bundeskanzlei bereits über 100 KI-Projekte in den Departementen laufen. Der Bericht soll die Grundlage dafür schaffen, dass einzelne, bislang isolierte Automatisierungslösungen departementsübergreifend skaliert werden, statt dass jedes Amt eigene Insellösungen entwickelt.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.

  • Der Bericht betrifft die Bundesverwaltung direkt und ergänzt die bereits im September 2026 kommunizierte Neupriorisierung der KI-Strategiemassnahmen des Bundes um konkrete Zahlen und Schwerpunktbereiche – ein Modellfall, an dem sich auch Kantone und Gemeinden orientieren könnten.
  • Für Schweizer KMU, die regelmässig mit Bundesstellen interagieren, etwa bei Bewilligungen, Subventionsgesuchen oder Zollabwicklung, könnte eine beschleunigte Gesuchs- und Fallprüfung zu kürzeren Wartezeiten führen – vorausgesetzt, die angekündigten Referenzprozesse werden tatsächlich flächendeckend umgesetzt.
  • Die im Bericht genannte technologiegestützte Übersetzungsarbeit ist für die mehrsprachige Schweizer Verwaltung von besonderer Bedeutung; gleichzeitig wirft der verstärkte KI-Einsatz bei Gesuchsprüfungen Fragen zu Nachvollziehbarkeit und Datenschutz auf, die der Bericht laut den vorliegenden Zusammenfassungen nur ansatzweise adressiert.

Verwendete Quellen

admin.ch veröffentlichte die Medienmitteilung zum Bundesratsbericht am 2. Oktober 2026; Netzwoche und inside-it.ch ordneten den Bericht am 5. Oktober 2026 zusätzlich ein.

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Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu Bundesrat will Verwaltungsprozesse mit KI und Automatisierung beschleunigen?

Der Bundesrat hat am 2. Oktober 2026 den Bericht «Effizienzsteigerung von Verwaltungsprozessen durch Prozessautomatisierung und künstliche Intelligenz» verabschiedet, in Erfüllung des Postulats 24.3582 Silberschmidt.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Der Bericht betrifft die Bundesverwaltung direkt und ergänzt die bereits im September 2026 kommunizierte Neupriorisierung der KI-Strategiemassnahmen des Bundes um konkrete Zahlen und Schwerpunktbereiche – ein Modellfall, an dem sich auch Kantone und Gemeinden orientieren könnten.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

admin.ch veröffentlichte die Medienmitteilung zum Bundesratsbericht am 2. Oktober 2026; Netzwoche und inside-it.ch ordneten den Bericht am 5. Oktober 2026 zusätzlich ein.