In Kürze
- Die ETH Zürich hat mit der «AI Foundry» ihr erstes dediziertes Programm für KI-Spin-offs lanciert; Bewerbungen sind seit dem 2. Oktober 2026 möglich, das Programm dauert sechs bis zwölf Monate.
- Teilnehmende Teams erhalten Zugang zum Supercomputer Alps am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) mit über 10'000 GH200-Grafikprozessoren sowie zum ETH-Cluster Euler; zum Start stehen jedem Team 10'000 GPU-Stunden zur Verfügung.
- Das Programm richtet sich an Gründerinnen und Gründer im KI-Tiefbaubereich und bietet direkten Austausch mit jenen Ingenieurinnen und Ingenieuren, die das offene Schweizer Sprachmodell Apertus vortrainiert haben.
Was ist passiert?
Die ETH Zürich hat am 2. Oktober 2026 die Bewerbungsphase für ihr erstes dediziertes Förderprogramm für KI-Spin-offs eröffnet: die «AI Foundry». Das Programm dauert sechs bis zwölf Monate und richtet sich an ambitionierte Gründerteams im KI-Tiefbaubereich – etwa an Teams, die neue Modellarchitekturen entwickeln, eigene «Frontier Labs» aufbauen oder IP-intensive Anwendungen für Wissenschaft, Industrie und weitere Sektoren vorantreiben wollen, darunter auch «Physical AI».
Kernstück des Angebots ist der Zugang zu Rechenleistung: Teilnehmende Teams erhalten Zugriff auf den Supercomputer Alps am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) in Lugano, der über mehr als 10'000 GH200-Grafikprozessoren verfügt, sowie auf den ETH-eigenen Cluster Euler. Zum Programmstart stehen jedem Team 10'000 GPU-Stunden zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot durch direkten Austausch mit den Ingenieurinnen und Ingenieuren, die das offene Schweizer Sprachmodell Apertus vortrainiert haben, sowie durch Unterstützung beim Schutz geistigen Eigentums.
Warum ist das wichtig?
Die AI Foundry reagiert auf ein bekanntes Problem im Innovationstransfer: Vielversprechende Forschungsresultate aus Hochschulen wandern häufig früh zu ausländischen Investoren oder Standorten ab, weil dort Kapital, Rechenleistung oder Marktgrösse leichter verfügbar sind. Indem die ETH Zürich Rechenzugang, technische Expertise und institutionelle Unterstützung direkt bündelt, will sie genau diesen Abfluss verringern und mehr KI-Unternehmen am eigenen Forschungsstandort halten.
Das Programm fügt sich in eine längere Reihe von ETH-Initiativen zur Kommerzialisierung von KI-Forschung ein, aus denen bereits mehrere Spin-offs wie das auf vertrauenswürdige KI-Systeme spezialisierte Unternehmen LatticeFlow hervorgegangen sind. Mit dem direkten Zugang zu einem der leistungsfähigsten KI-Supercomputer Europas senkt die AI Foundry jedoch eine zentrale Eintrittsbarriere für KI-Start-ups, die bislang kaum mit den Rechenkapazitäten grosser, gut finanzierter US-amerikanischer Konkurrenten mithalten konnten.
Was bedeutet das für Schweizer KMU?
Für die Schweizer KMU-Landschaft ist die AI Foundry nicht nur eine Angelegenheit der Hochschule: Erfolgreiche Spin-offs aus dem Programm werden selbst zu neuen, in der Schweiz ansässigen Unternehmen, die wiederum anderen KMU spezialisierte KI-Lösungen anbieten können – von branchenspezifischen Sprachmodellen bis zu industriellen Anwendungen – statt dass diese ausschliesslich auf US-amerikanische Grossanbieter angewiesen bleiben.
Die Anbindung an den Supercomputer Alps verknüpft die AI Foundry zudem direkt mit jener Infrastruktur, auf der bereits das offene Schweizer Sprachmodell Apertus trainiert wurde, und zeigt beispielhaft, wie öffentlich finanzierte Forschungsinfrastruktur private KI-Gründungen in der Schweiz konkret unterstützen kann. Ob das Programm tatsächlich mehr Unternehmen im Land hält, statt dass diese nach einer erfolgreichen ersten Finanzierungsrunde doch noch ins Ausland abwandern, dürfte sich erst in den kommenden Jahren zeigen.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Das erklärte Ziel der AI Foundry ist es, Forschungsergebnisse schneller in Unternehmen zu überführen und diese Firmen in der Schweiz zu halten statt sie an ausländische Standorte oder Investoren abwandern zu lassen – ein direkter Beitrag zur Debatte um Schweizer KI-Souveränität und Resilienz.
- Für die Schweizer KMU-Landschaft ist das Programm relevant, weil erfolgreiche Spin-offs potenziell neue, in der Schweiz ansässige KMU werden, die wiederum anderen Schweizer Unternehmen spezialisierte KI-Lösungen anbieten können, statt dass diese auf US-amerikanische Anbieter angewiesen bleiben.
- Die Anbindung an den von EPFL, ETH Zürich und dem CSCS betriebenen Supercomputer Alps verknüpft die AI Foundry direkt mit der Infrastruktur, auf der bereits das offene Sprachmodell Apertus trainiert wurde – ein Beispiel dafür, wie öffentlich finanzierte Forschungsinfrastruktur private KI-Gründungen in der Schweiz konkret unterstützen kann.
Verwendete Quellen
Bitcoin Switzerland News berichtete am 2. Oktober 2026 über den Start der ETH-Bewerbungsphase für die «AI Foundry»; Angaben zu Programm und Ressourcen stammen von der Entrepreneurship-Seite des ETH AI Center.
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- Bitcoin Switzerland News AI Foundry: ETH Zürich startet Programm für KI-Spin-offs mit Supercomputer-Zugang Originaldatum nicht erfasst Rolle: Primärquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 4. Oktober 2026
- ETH AI Center Entrepreneurship – ETH AI Center Originaldatum nicht erfasst Rolle: Kontextquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 4. Oktober 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu ETH Zürich lanciert «AI Foundry» für KI-Spin-offs mit Zugang zum Supercomputer Alps?
Die ETH Zürich hat mit der «AI Foundry» ihr erstes dediziertes Programm für KI-Spin-offs lanciert; Bewerbungen sind seit dem 2. Oktober 2026 möglich, das Programm dauert sechs bis zwölf Monate.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Das erklärte Ziel der AI Foundry ist es, Forschungsergebnisse schneller in Unternehmen zu überführen und diese Firmen in der Schweiz zu halten statt sie an ausländische Standorte oder Investoren abwandern zu lassen – ein direkter Beitrag zur Debatte um Schweizer KI-Souveränität und Resilienz.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
Bitcoin Switzerland News berichtete am 2. Oktober 2026 über den Start der ETH-Bewerbungsphase für die «AI Foundry»; Angaben zu Programm und Ressourcen stammen von der Entrepreneurship-Seite des ETH AI Center.