In Kürze
- Die Messfirma Frascati wertete im September 2026 total 1116 Antworten von ChatGPT, Gemini und Perplexity zu 50 Schweizer Hotels sowie je 50 Schweizer und deutschen Optikern aus.
- Auf die Frage nach einem Optiker in einer Deutschschweizer Stadt nannten die Modelle in 87,7 Prozent der Fälle mindestens eine Filialkette; ein unabhängiger Optiker aus der jeweiligen Stadt erschien dagegen nur in 83 Prozent der Schweizer und in 63,7 Prozent der deutschen Antworten.
- Die Sichtbarkeit unterscheidet sich stark zwischen den Diensten: ChatGPT nannte in nur 59 Prozent der Antworten mindestens einen der geprüften Optiker, Gemini in 94 Prozent und Perplexity in 96 Prozent; bei den Hotels erschien in 62,2 Prozent der Antworten mindestens eines von fünf geprüften Häusern, zwölf der 50 Hotels tauchten in keiner einzigen Antwort auf.
Was ist passiert?
Die auf KI-Sichtbarkeit spezialisierte Messfirma Frascati hat im September 2026 systematisch ausgewertet, wie oft Schweizer Hotels und Optikergeschäfte in den Antworten der drei grossen KI-Dienste ChatGPT, Gemini und Perplexity vorkommen. Insgesamt flossen 1116 Antworten zu 50 Schweizer Hotels sowie je 50 Schweizer und deutschen Optikern in die Auswertung ein. Bei der Frage nach einem Optiker in einer Deutschschweizer Stadt nannten die Modelle in 87,7 Prozent der Fälle mindestens eine Filialkette, während ein einzelner unabhängiger Betrieb aus der jeweiligen Stadt im Schnitt nur in 83 Prozent der Schweizer und in 63,7 Prozent der deutschen Antworten erschien.
Deutliche Unterschiede zeigten sich auch zwischen den einzelnen KI-Diensten: ChatGPT nannte in nur 59 Prozent der Schweizer Antworten mindestens einen der geprüften Optiker, Gemini erreichte 94 Prozent und Perplexity 96 Prozent. Bei den Hotels erschien mindestens eines von fünf geprüften Häusern am jeweiligen Ort in 62,2 Prozent der Antworten – zwölf der insgesamt 50 untersuchten Hotels tauchten dabei in keiner einzigen Antwort auf.
Warum ist das wichtig?
Die Studie liefert erstmals systematisch belastbare Zahlen dazu, wie stark sich die Sichtbarkeit einzelner Unternehmen zwischen den grossen KI-Diensten unterscheidet – ein Umstand, der klassisches Suchmaschinenmarketing zunehmend ergänzt oder teilweise ablöst. Dass Filialketten in den Antworten strukturell bevorzugt erscheinen, deutet darauf hin, dass die Modelle bei ihren Empfehlungen tendenziell auf bekanntere, häufiger im Netz referenzierte Marken zurückgreifen, unabhängig von der tatsächlichen Qualität eines lokalen Angebots.
Für kleinere, unabhängige Unternehmen bedeutet das ein strukturelles Sichtbarkeitsrisiko in einem Markt, in dem immer mehr Kundinnen und Kunden direkt bei KI-Chatbots statt über klassische Suchmaschinen nach Empfehlungen fragen. Fachleute verweisen darauf, dass eine Top-Platzierung bei Google keine Sichtbarkeit in KI-Antworten mehr garantiert und stattdessen strukturierte, klar auffindbare Unternehmensdaten und Fachkompetenz-Signale an Bedeutung gewinnen.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Redaktionelle Einordnung: Die folgenden Schlussfolgerungen beziehen sich auf die genannten Quellen. Sie sind keine zusätzlichen Meldungen der Originalquelle.
- Für Schweizer KMU wie unabhängige Optikergeschäfte, Hotels oder andere lokale Dienstleister zeigt die Studie, dass gutes klassisches Suchmaschinen-Ranking allein nicht mehr ausreicht, um in den zunehmend genutzten KI-Antworten von ChatGPT, Gemini und Perplexity überhaupt vorzukommen.
- Da Filialketten in den ausgewerteten Antworten strukturell bevorzugt wurden, droht kleineren, unabhängigen Schweizer Betrieben ein Sichtbarkeitsnachteil gegenüber grösseren Ketten, gerade wenn potenzielle Kundinnen und Kunden zunehmend direkt bei KI-Chatbots statt bei Google nach Empfehlungen fragen.
- Für Schweizer KMU-Verbände und Wirtschaftsförderstellen liefert die Studie ein konkretes Argument, KMU für das Thema «Sichtbarkeit in KI-Antworten» (Generative Engine Optimization) zu sensibilisieren und bei der Aufbereitung strukturierter, auffindbarer Unternehmensdaten zu unterstützen.
Verwendete Quellen
Netzwoche veröffentlichte die Auswertung der Messfirma Frascati am 29. September 2026.
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- Netzwoche Schweizer KMUs bleiben in KI-Antworten oft unsichtbar Originaldatum nicht erfasst Rolle: Primärquelle · Zugriff: Abruf nicht bestätigt · Abruf am 30. September 2026
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Studie: Unabhängige Schweizer KMU bleiben in KI-Antworten oft unsichtbar?
Die Messfirma Frascati wertete im September 2026 total 1116 Antworten von ChatGPT, Gemini und Perplexity zu 50 Schweizer Hotels sowie je 50 Schweizer und deutschen Optikern aus.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Für Schweizer KMU wie unabhängige Optikergeschäfte, Hotels oder andere lokale Dienstleister zeigt die Studie, dass gutes klassisches Suchmaschinen-Ranking allein nicht mehr ausreicht, um in den zunehmend genutzten KI-Antworten von ChatGPT, Gemini und Perplexity überhaupt vorzukommen.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
Netzwoche veröffentlichte die Auswertung der Messfirma Frascati am 29. September 2026.