In Kürze
- Gartner prognostiziert, dass der weltweite Markt für die Absicherung von KI-Systemen im Jahr 2027 fast 4,8 Milliarden US-Dollar erreicht – ein Anstieg von 68,7 Prozent gegenüber 2026; bis 2028 soll der Markt auf knapp 7,7 Milliarden US-Dollar wachsen.
- Grösste Ausgabenkategorie bleibt 2027 die Absicherung von KI-Anwendungen mit rund 851 Millionen US-Dollar, gefolgt von der Kontrolle der KI-Nutzung mit rund 749 Millionen US-Dollar; Letztere wächst mit 73 Prozent am schnellsten.
- Gartner geht davon aus, dass bis 2029 über die Hälfte der erfolgreichen Cyberangriffe auf KI-Agenten Schwachstellen bei Zugriffskontrollen und Prompt-Injections ausnutzen werden; als weitere Treiber nennt das Unternehmen Lieferkettenrisiken durch Drittanbieter- und Open-Source-Komponenten in KI-Projekten.
Was ist passiert?
Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat am 26. August 2026 eine Prognose veröffentlicht, wonach der weltweite Markt für die Absicherung von KI-Systemen im Jahr 2027 fast 4,8 Milliarden US-Dollar erreichen wird – ein Anstieg von 68,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis 2028 soll der Markt gemäss Gartner auf knapp 7,7 Milliarden US-Dollar weiterwachsen. Innerhalb des Marktes bleibt die Absicherung von KI-Anwendungen mit prognostizierten 851 Millionen US-Dollar im Jahr 2027 die grösste Ausgabenkategorie, gefolgt von der Kontrolle der KI-Nutzung mit rund 749 Millionen US-Dollar – Letztere verzeichnet mit 73 Prozent zugleich das stärkste Wachstum, vor dem Bereich KI-Gateways mit 70,9 Prozent.
Als Treiber des Wachstums nennt Gartner den dringenden Bedarf von Unternehmen, KI-Systeme abzusichern, neu auftretende Schwachstellen zu beheben und die Abwehr gegen ausgefeilte Cyberbedrohungen zu stärken. Hinzu kommen laut der Analyse wachsende Lieferkettenrisiken durch Drittanbieter- und Open-Source-Komponenten in KI-Projekten. Gartner geht zudem davon aus, dass bis 2029 mehr als die Hälfte der erfolgreichen Cyberangriffe auf KI-Agenten Schwachstellen bei Zugriffskontrollen und sogenannte Prompt-Injections ausnutzen werden, bei denen Angreifende KI-Systeme über manipulierte Eingaben zu unerwünschtem Verhalten verleiten.
Warum ist das wichtig?
Die Prognose zeigt, dass Sicherheitsausgaben für KI-Systeme von einer Nebensache zu einer eigenständigen, schnell wachsenden Budgetkategorie werden. Während sich die öffentliche Debatte lange auf die Fähigkeiten und den Nutzen von KI-Agenten konzentrierte, rückt mit zunehmender Verbreitung solcher Agenten in Unternehmen die Frage in den Vordergrund, wie sich deren Zugriffsrechte, Schnittstellen und Eingaben wirksam absichern lassen – insbesondere, weil KI-Agenten oft mit sensiblen Daten und Geschäftsprozessen interagieren.
Für Unternehmen, die KI-Projekte budgetieren, liefert die Gartner-Prognose eine konkrete Grössenordnung dafür, wie stark spezialisierte Sicherheitslösungen für KI in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen dürften. Das betrifft nicht nur grosse Konzerne mit eigenen Sicherheitsteams, sondern zunehmend auch kleinere Betriebe, die KI-Funktionen über Drittanbieter-Software beziehen und dabei die zugrunde liegenden Sicherheitsrisiken oft nur eingeschränkt selbst beurteilen können.
Was bedeutet das für die Schweiz?
- Für Schweizer KMU, die zunehmend KI-Agenten und Chatbots in Kundendienst, Verwaltung oder Produktion einsetzen, unterstreicht die Prognose, dass Budgets für KI-Projekte künftig nicht nur Lizenz- und Rechenkosten, sondern auch dedizierte Sicherheitsmassnahmen wie Zugriffskontrollen und Schutz vor Prompt-Injections einschliessen müssen.
- Schweizer IT-Dienstleister und Cybersicherheitsanbieter, die oft eng mit KMU zusammenarbeiten, erhalten mit der Gartner-Einschätzung eine Grundlage, um eigene Angebote für KI-Sicherheit – etwa im Bereich Zugriffskontrolle oder Absicherung von KI-Anwendungen – am tatsächlichen Marktwachstum auszurichten.
- Die von Gartner genannten Lieferkettenrisiken durch Drittanbieter- und Open-Source-Komponenten betreffen auch Schweizer Unternehmen, die KI-Funktionen selten selbst entwickeln, sondern über Software von internationalen Anbietern beziehen – ein Umstand, der bei der Anbieterauswahl und im Rahmen der Sorgfaltspflichten nach Schweizer Datenschutzrecht stärker berücksichtigt werden dürfte.
Verwendete Quellen
Gartner veröffentlichte die Marktprognose am 26. August 2026 in einer Medienmitteilung; Fachportale wie ITBrief und Telecompaper ordneten die Zahlen im weiteren Verlauf ein.
Quellenstatus: 1 strukturierte Quelle · 0 von 1 Originaldaten verifiziert. Prüfregeln ansehen
- Gartner Gartner Originaldatum nicht erfasst Rolle: Ausgangsquelle · Zugriff: noch nicht protokolliert
Häufige Fragen
Was ist die Kernaussage zu Gartner: Markt für KI-Sicherheit wächst bis 2027 auf fast 4,8 Milliarden Dollar?
Gartner prognostiziert, dass der weltweite Markt für die Absicherung von KI-Systemen im Jahr 2027 fast 4,8 Milliarden US-Dollar erreicht – ein Anstieg von 68,7 Prozent gegenüber 2026; bis 2028 soll der Markt auf knapp 7,7 Milliarden US-Dollar wachsen.
Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?
Für Schweizer KMU, die zunehmend KI-Agenten und Chatbots in Kundendienst, Verwaltung oder Produktion einsetzen, unterstreicht die Prognose, dass Budgets für KI-Projekte künftig nicht nur Lizenz- und Rechenkosten, sondern auch dedizierte Sicherheitsmassnahmen wie Zugriffskontrollen und Schutz vor Prompt-Injections einschliessen müssen.
Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?
Gartner veröffentlichte die Marktprognose am 26. August 2026 in einer Medienmitteilung; Fachportale wie ITBrief und Telecompaper ordneten die Zahlen im weiteren Verlauf ein.