In Kürze

  • Der IGEM-Digimonitor 2026 zeigt: 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen künstliche Intelligenz – eine Verdoppelung seit 2024 (40 Prozent); fast jede dritte Person nutzt KI inzwischen täglich.
  • Unter den 15- bis 34-Jährigen nutzen 91 Prozent KI zumindest gelegentlich und 44 Prozent täglich; insgesamt setzen 76 Prozent der Bevölkerung KI privat und 61 Prozent beruflich oder in Ausbildung und Schule ein.
  • ChatGPT bleibt mit rund 4,3 Millionen Nutzerinnen und Nutzern die meistgenutzte Plattform; 57 Prozent nutzen KI-Plattformen aktiv für die Suche – mehr als YouTube (34 Prozent) oder soziale Medien (28 Prozent) –, und 77 Prozent verwenden den KI-Modus klassischer Suchmaschinen.

Was ist passiert?

Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) hat gemeinsam mit der Wemf AG für Werbemedienforschung am 25. August 2026 den IGEM-Digimonitor 2026 vorgestellt, die grösste jährliche Studie zur Mediennutzung in der Schweiz. Für die repräsentative Erhebung befragte das Marktforschungsinstitut Intervista zwischen März und April 2026 online 1957 Personen aus der Deutschschweiz (1002), der Romandie (747) und der italienischsprachigen Schweiz (208); die Ergebnisse gelten als repräsentativ für die rund 6,4 Millionen internetnutzenden Personen zwischen 15 und 75 Jahren.

Zentrales Ergebnis: Der Anteil der Bevölkerung, der künstliche Intelligenz nutzt, hat sich seit 2024 von 40 auf 80 Prozent verdoppelt. Fast jede dritte Person setzt KI-Werkzeuge inzwischen täglich ein. Besonders ausgeprägt ist die Nutzung bei den 15- bis 34-Jährigen: 91 Prozent verwenden KI zumindest gelegentlich, 44 Prozent täglich. Insgesamt nutzen 76 Prozent der Bevölkerung KI privat und 61 Prozent beruflich oder in Ausbildung und Schule.

Warum ist das wichtig?

Die Studie zeigt nicht nur eine schnelle Verbreitung, sondern auch eine Verschiebung im Nutzungsverhalten: 57 Prozent der Befragten nutzen KI-Plattformen inzwischen aktiv für die Suche nach Informationen – mehr, als YouTube (34 Prozent) oder soziale Medien (28 Prozent) dafür genutzt werden. Zusätzlich geben 77 Prozent an, den KI-Modus innerhalb klassischer Suchmaschinen zu verwenden. ChatGPT bleibt mit rund 4,3 Millionen Nutzerinnen und Nutzern die mit Abstand meistgenutzte Plattform in der Schweiz.

Für Medienhäuser, Werbetreibende und Suchmaschinenoptimierer verändert sich damit eine zentrale Grösse: Wenn KI-Suchmodi klassische Suchmaschinen und soziale Netzwerke als Informationsquelle zunehmend verdrängen, verschiebt sich auch die Sichtbarkeit von Inhalten – weg vom klassischen Suchmaschinenranking, hin zu «AI-Visibility» in Antworten von Sprachmodellen. Der Digimonitor liefert damit erstmals belastbare Schweizer Zahlen zu einem Trend, der bislang vor allem aus internationalen Studien bekannt war.

Was bedeutet das für die Schweiz?

  • Für Werbetreibende, Verlage und Suchmaschinenoptimierer in der Schweiz bedeutet die Verschiebung hin zu KI-gestützter Suche, dass klassische SEO-Strategien um «AI-Visibility»-Massnahmen ergänzt werden müssen, damit eigene Inhalte in KI-Antworten überhaupt noch vorkommen.
  • Die rasante Verbreitung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen verstärkt den Druck auf Schweizer Schulen und Hochschulen, klare Regeln für den Einsatz von KI in Unterricht und Prüfungen zu entwickeln, wie sie etwa swissuniversities bereits fordert.
  • Die Zahlen liefern dem Bund konkrete Anhaltspunkte für die bis Ende 2026 geplante Vernehmlassungsvorlage zur KI-Regulierung: Bei einer Nutzung durch 80 Prozent der Bevölkerung wird abstrakte Regulierung zu einer Frage mit unmittelbarer Breitenwirkung.

Verwendete Quellen

Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) und die Wemf AG für Werbemedienforschung stellten die Studie am 25. August 2026 vor; SRF, der Tages-Anzeiger und persoenlich.com berichteten am selben Tag mit weiteren Details.

Quellenstatus: 1 strukturierte Quelle · 0 von 1 Originaldaten verifiziert. Prüfregeln ansehen

Häufige Fragen

Was ist die Kernaussage zu «IGEM-Digimonitor 2026»: KI-Nutzung in der Schweiz verdoppelt sich auf 80 Prozent?

Der IGEM-Digimonitor 2026 zeigt: 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen künstliche Intelligenz – eine Verdoppelung seit 2024 (40 Prozent); fast jede dritte Person nutzt KI inzwischen täglich.

Warum ist diese KI-Meldung für die Schweiz relevant?

Für Werbetreibende, Verlage und Suchmaschinenoptimierer in der Schweiz bedeutet die Verschiebung hin zu KI-gestützter Suche, dass klassische SEO-Strategien um «AI-Visibility»-Massnahmen ergänzt werden müssen, damit eigene Inhalte in KI-Antworten überhaupt noch vorkommen.

Welche Quelle nutzt KI News Schweiz für diese Einordnung?

Die Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM) und die Wemf AG für Werbemedienforschung stellten die Studie am 25. August 2026 vor; SRF, der Tages-Anzeiger und persoenlich.com berichteten am selben Tag mit weiteren Details.